09.05. Viersen, Rockschicht (mit Invoke & Terradown)
16.05. Köln, Yard Club/Die Kantine (mit Invoke & Terradown)
23.05. Schmallenberg, Habbels (mit Invoke)
13.06. Essen, Don’t Panic mit (Invoke & Terradown)
27.06. München, Backstage (mit Terradown & Stellvris)
Die erste Headliner-Tour einer Band ist immer etwas Besonderes. Zwar haben die Modern-Metaller GHOSTHER zuletzt bereits im Vorprogramm von April Art ordentlich vorgelegt, allerdings ist es eine große Herausforderung, als Hauptact auf der Bühne zu stehen, weiß Gitarrist Andy zu berichten. Zumal, wenn man alles auch noch selbst organisiert. Umso erstaunlicher ist es, was die Band, für gerade einmal etwas mehr als 20,- Euro, auf die Beine stellt.
Unterstützt werden die Heinsberger dabei von Invoke aus Mönchengladbach, die mit ihrem Metalcore die Fans ordentlich anheizen werden. In Viersen, Köln, Essen und werden Terradown aus den Niederlanden mit ihrer modernen Auslegung des melodischen Death Metal hinzustoßen. Lediglich in München kommt man anstelle von Invoke in den Genuss der Prager Metalcore-Hoffnung Stellvris, die ebenfalls wie Faust in Nacken passen.
Und wer kommt mit?
Invoke sind hier aus der Nachbarschaft, weiß Andy zu berichten. „Man ist sich immer mal über den Weg gelaufen. Wir finden einfach klasse, was sie machen, spielen an jeder Steckdose, das hat einfach gematcht. Wir haben sofort gesagt, wenn die Bock haben, dann würden wir die echt gerne mitnehmen. Von Terradown kenne ich die beiden Alben, eine Killer-Band. Ich habe sie selbst im Vorprogramm von Life Of Agony gesehen, und nur gedacht: Hammer! Der Kontakt kam über Menno Kappe von Graviton Music, der auch mit Terradown zusammenarbeitet. Die sind für jeden Spaß zu haben, und außerdem mögen die holländischen Jungs das Orange in unserem Bandlogo. Somit haben sie zugesagt. Invoke können leider den Termin in München nicht wahrnehmen. Bereits seit zwei Jahren habe ich Stellvris auf dem Schirm, die auch eine absolute Killer-Band sind. Es ist fast schon eine Frechheit, dass die nicht schon viel bekannter sind. Nicole, die Sängerin, ist so eine Koryphäe, die weiß ganz genau, was sie will. Die Band hat sich sehr weiterentwickelt. Wir sehen da große Parallelen zu uns selbst. Von Prag nach München ist es nicht so weit, die haben es eigentlich noch kürzer als wir, also einfach mal nett angefragt, und Nicole war sofort total begeistert. Ey, Let’s Do This!
Richtig auf die Fresse
Wir sind guter Dinge, dass das richtig gute Abende werden, egal wo. Mit Terradown, Invoke, Stellvris und GHOSTHER hast du ein bisschen von allem, aber trotzdem ist da ein roter Faden drin. Da kriegst du mal richtig auf die Fresse, aber auch mal was Traditionelleres mit einem modernen Touch. Von daher sind wir echt guter Dinge. Uns war von vornherein klar, lasst uns 'nen Zwanni machen. Ich finde das so abgefuckt, was mittlerweile an Kohle für Konzerte verlangt wird. Lass uns 20,- Euro für drei Bands machen, du hast einen komplett runden Abend, und du hast vielleicht ein bisschen mehr Geld, um noch ein oder zwei Bier zu trinken, ein T-Shirt mitzunehmen oder eine CD, ein Vinyl. Da haben wir dann alle was davon. Darauf haben wir bestanden. Wir wollen einfach Spaß haben, es ist unsere erste Headliner-Tour, ein vorsichtiger nächster Schritt. Und auch die Locations haben Bock. Das darf man nicht unterschätzen. Wir sind halt nur GHOSTHER, es ist eben nicht vorher garantiert, dass wir einen Laden vollmachen. Da gibt es auch Clubs, die sagen: 'Wartet, geht mal noch zwei Jahre auf die Wiese, und dann könnt ihr euch noch mal melden.'“
Aber natürlich gehen GHOSTHER nicht auf die Wiese, sondern in die Clubs. Und das ist allemal unterstützenswert, denn genau das ist es, was Szene und Clubs lebendig hält. Five Nights. One Blackout. All Orange! Tickets: ghosther.org/tickets
Georg Sturm
ghosther.org