PRIMORDIAL & FATEFUL FINALITY & EISREGEN & BLOODBATH & ANTRISCH & SAVAGE BLOOD & BONDED & CANCER BATS & BRUTAL SPHINCTER & TANZWUT & DYMYTRY PARADOX & BUSTER SHUFFLE & GRAND MAGUS & CONSERVATIVE MILITARY IMAGE & SKINDRED & BLOODSUCKING ZOMBIES FROM OUTER SPACE & EXTINCT & ROBSE & HOSTILIA & COPPELIUS & VICTORIOUS & COCK PIT & MEIN HERZ IN FLAMMEN & MEGABOSCH & FROG BOG DOSENBAND u.v.m.
Das METAL FRENZY Open Air gehört in den jährlichen Festivalplan, das sehen längst nicht nur Fans aus Magdeburg, Braunschweig und Umgebung so. Auch von weiter weg pilgert das musikbegeisterte Volk nach Gardelegen, um es sich ein paar Tage richtig gut gehen zu lassen.
GRÖSSTMÖGLICHE MUSIKALISCHE VIELFALT
Wenn Primordial auf dem Zettel stehen, gibt es eine intensive Show der Iren um Frontmann Alan Averill zu erwarten. Es werden Songs von allen Alben gespielt, die Schwere der Musik legt sich wie ein dunkles Tuch über das Publikum. Bei den Thüringer Düster-Metallern Eisregen gibt es auch nur schwarz und weiß ... Entweder man kann mit dem provokativen Sound von Schreihals Blutkehle und Drummer Yantit etwas anfangen, oder halt nicht. Eigentlich hat Nick Holmes mit seiner Hauptband gut zu tun, umso schöner ist es doch, dass er Zeit findet, mit Bloodbath ein paar ausgesuchte Gigs zu spielen. Dieser hier soll so einer werden: eine Lehrstunde in Sachen bluttriefender Death Metal, wie er herrlicher nicht sein könnte.
Mit Conservative Military Image aus Chicago hat man sich eine echte Überraschung in das Billing gebucht. Die ruppige Kapelle mischt Hardcore, Oi! und Punk der alten Schule und macht dabei so derart einen drauf, als wäre 1984 nie vergangen. Skindred kennt man inzwischen als Top-Festival-Band. Crossover-Sound im besten Sinne, und es macht verdammt viel Spaß, dem bunten Hund Benji Webbe und seiner Gang zuzugucken, wie sie musikalisch durch Ska, Punk, Metal und Hip-Hop wildern! „Harlekin & Krieger“ nennt sich das Debüt von Robse. Das ist die neue Band von Robert-Martin Dahn, in der Vergangenheit als Frontmann von Equilibrium bekannt. Die haben schnell eine begeisterte Anhängerschaft gefunden und werden sicher einen fulminanten Auftritt auf die Bretter nageln.
Fateful Finality aus Baden-Württemberg sind mit modern angehauchten Metal auch ein Garant für Moshpits, an die man gern zurückdenkt. Die Schweden Grand Magus machen klassischen Heavy Metal, und wem nach Melodic Power Thrash ist, der findet sich bei Savage Blood vor der Bühne ein. Eine Nacht in Gardelegen wird aber dem Teufel und seiner Tanzwut gehören: Hart gerockte Neue Deutsche Härte mit Sackpfeife und Schalmei lässt jedes Publikum wild hüpfen und umherspringen.
VIEL GUTE LAUNE UND DIE BADEHOSE NICHT VERGESSEN!
Tickets für das zwölfte METAL FRENZY gibt es über die Homepage. Eine normale Karte kostet 111,-, wer Unterstützer sein will, ist mit 125,- dabei. Im Shop kann man sich auch durch verschiedene Angebote klicken, es gibt auch noch Festival-Merch aus den vergangenen Jahren im Angebot. Camping ist im Ticket-Preis enthalten, und das heilige Blech darf mit ans Zelt. Es gilt ein Glas- und Feuerverbot auf dem Gelände, handelsübliche Grills dürfen aber verwendet werden. Der Müllpfand beträgt 10,- Euro. Bei Rückgabe von Pfandmarke und Müllsack erhält man aber 5,- Euro zurück. Die anderen 5,- sind eine „Ode an die gestiegenen Entsorgungskosten“. Das gegenüberliegende Erlebnisbad ist gegen kleinen Obolus für die Festivalgäste nutzbar, neben Badevergnügen garantiert das den Luxus täglicher Duschmöglichkeit. Eine Ständlermeile lädt zum Bummeln ein, an den Futterbuden wird es vegan, tierisch und vegetarisch geben. Man sieht sich in Sachsen-Anhalt!
INTERVIEW MIT VERANSTALTER JÖRG JANIKULLA
Mit Conservative Military Image habt ihr eine tolle Überraschung an Land gezogen, wobei man sagen muss: Punk und Hardcore gehören schon immer zu eurem Konzept dazu, oder?
Ja, wir sind Freunde davon, viele Subgenres zu mischen. Eine Prise Hardcore, ein Tröpfchen Punk und 'ne Nase Wahnsinn.
Man konnte beim letzten METAL FRENZY schon das Gefühl haben, ihr setzt als kleines Festival auf ein stilistisch breitgefächertes Programm, statt den ewigen Run auf große, teure Namen mitzumachen.
Wir wollen auf jeden Fall breit fächern. Wir verstehen uns als „Mixed Metal & More“-Festival. Das versetzt uns einerseits in die Lage, aus einem breiteren Angebot an Bands zu wählen und schafft zugleich die Situation, mit noch mehr Playern im Rennen zu sein. Wir schaffen aber trotzdem nicht, es allen recht zu machen ...
Wie hoch schätzt ihr den Entdeckergeist eures Publikums generell ein? Immerhin finden sich z.B. mit Buster Shuffle eine recht unbekannte Ska-Truppe, mit Bloodsucking Zombies From Outer Space eine Rockabilly-Combo.
Ob Buster Shuffle eine recht unbekannte Ska-Truppe sind, lasse ich mal dahingestellt. Aus unserer Sicht ist das eine fortwährend auf Tour lebende, saugute Kapelle, die heuer unseren Punk-Durst stillt. BZFOS sind ein klassischer „Störer“ im Programm – die haben wir aufgrund ihrer Show gewählt. Unsere Gäste sind da schon sehr offen. Und alle anderen machen eben gerade mal 'ne Pause für den Slot.
Was ist angesichts dessen dann die größte Herausforderung bei der Bandauswahl, um sowohl alteingesessene Fans als auch ein neues Publikum zu begeistern?
Die Genre-Mischung hinzubekommen und dabei die Haupt-Metal-Genres richtig zu dosieren.
Gibt's irgendwelche nennenswerte Änderungen im gewohnten Festival- und Campingplatz-Ablauf, auf die wir hinweisen sollten? Was ist mit Tagestickets, im Shop steht dazu nichts ...
Keine nennenswerten Änderungen im Groben. Wir beginnen in diesem Jahr mit dem Aufbau von Rahmenprogramm neben den Bands, aber da ist noch nichts Spruchreifes dabei. Tagestickets wird es natürlich auch geben – sobald das komplette Line-up steht und auf Tage verteilt ist. Der beste Deal wird aber wie immer das Festivalticket sein.
Wedekind Gisbertson
metal-frenzy.de