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ARS VENEFICIUM/ULVDALIR "In Death's Cold Embrace"

ARS VENEFICIUM/ULVDALIR
(Immortal Frost)
Genre: Black Metal
Cover21In einem kürzlich bei uns veröffentlichten Studioreport konnte man ARS-VENEFICIUM-Mastermind Surtur dabei zuschauen, wie die belgische Black-Metal-Truppe das zweite Album aufnahm. Bevor die Veröffentlichung nun steigt, lassen die Schwarzwurzler gemeinsam mit der russischen Band ULVDALIR eine kleine Split-Vinyl-Veröffentlichung los, um Werbung für den kommenden Longplayer zu machen. Als Song hat man sich ,A Thousand Weeping Angels‘ ausgesucht, einen – zum Titel passenden – klassischen Schwarzmetall-Brecher, dessen Hauptriff einen an spätere Mayhem erinnert und der sich de facto gnadenlos durch seine vier Minuten ballert. Produktionstechnisch macht man hier vieles richtig, die Soundwand ist mächtig, aber nicht zu übertrieben, und die einzelnen Instrumente kommen gut zur Geltung. Surturs Stimme klingt tiefer und düsterer als auf früheren Outputs, was gut zur erdigen Grundstimmung des Tracks passt. Schade ist lediglich, dass auf ,A Thousand Weeping Angels‘ eine Spannung im Stück und im Körper des Hörers/der Hörerin aufgebaut wird, diese dann aber kaum explodiert und sich die Energie so nicht entladen kann. Dennoch: ein Stück, das Lust auf das kommende Album macht! Das St.-Petersburger-Duo ULVDALIR, das inzwischen übrigens einen Vertrag mit Iron Bonehead Productions hat, versucht dann mit einem rockigen und an Oi-Punk erinnernden Track namens ,Litany Of Death‘ zu überzeugen, scheitert aber daran, dass der Spannungsbogen des Tracks nur begrenzt hinhaut. Zwar ist die aufheulende Leadgitarre im ersten Drittel des Songs ein Bringer und auch die krächzenden Vocals machen Laune, aber der Song ist dennoch in seiner gesamten Länge von gut viereinhalb Minuten zu gleichförmig und vermag es nicht, sich in das Hirn der Hörerschaft zu fräsen. Auch beginnt einen der simple Drum-Rhythmus und die mäßige Produktion beizeiten auf den Sack zu gehen! Ein schlechter Track sieht aber auch anders aus. Nichtsdestotrotz, wenn man die Split-Scheibe als Konkurrenzkampf ansehen möchte, so haben ARS VENEFICIUM die Nase vorn.
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