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DEAD ANT: Mit Gitarrenriffs gegen Ungeziefer

Während der großen Festivaltour, die die Heimkinopremiere DEAD ANT – MONSTERS VS. METAL vor seiner offiziellen Premiere absolvierte, machte Regisseur Ron Carlson in Interviews aus seinen großen Vorbildern keinen Hehl.

Szene

Bei seiner Horrorkomödie trifft der 50er Jahre-B-Movie-Horror „Formicula“ auf die Fakeband-Dokumentation „This Is Spinal Tap“. Das klingt erst einmal ziemlich wahnwitzig. Doch anders als die unterirdischen creature featuresá la „Sharknado“ und Co. aus der Produktionsschmiede The Asylum hat die Independent-Horrorkomödie neben gewollt miesen CGI-Effekten witzige Pointen zu Rockbandklischees und einen spielfreudigen Cast mit Stars aus der zweiten Reihe zu bieten.

Im Jahr 1989 landete die Metal-Band Sonic Grave mit ihrer Power-Ballade „Don‘t Close Your Eyes“ einen Hit. Doch die ruhmreichen Zeiten des One-Hit-Wonders sind längst vorbei. Wenn es nach dem erfolgshungrigen Manager Danny (Tom Arnold ) geht, soll die Band um Frontmann Merrick (Jake Busey), Gitarrist Pager (Rhys Coiro), Drummerin Stevie (Leisha Hailey) und Bass-Gitarrist Art (Sean Astin) auf dem Coachella-Festival in der Wüste Kaliforniens ihr Comeback feiern. Zur Inspiration für einen neuen Song besorgen sich die Band-Mitglieder bei einem Zwischenstopp Drogen von einem Indianer (Michael Horse), der sie darauf hinweist, auf dem rauschhaften Trip äußerst respektvoll und pfleglich mit der örtlichen Natur umzugehen. Doch als Art beim Pinkeln eine Ameise ertränkt, scheucht das deren mutierte und aggressive Artgenossen auf... 

Schon die erste Szene macht klar, dass man DEAD ANT – MONSTERS VS. METAL keinesfalls ernst nehmen, sondern in bierseliger Runde einfach nur abfeiern sollte. Als namenlos bleibendes Mädchen flieht „Zombiber“-Heldin Cortney Palm gleich zu Beginn vor einer Riesenameise – und reißt sich dabei bis zur kompletten Nacktheit ihren Bikini vom Leib. Nur wenige Minuten später fantasiert der dauerhaft zugedröhnte Art (versteckt unter Basecap, Sonnenbrille und dicker Perücke: Sean Astin, der in „Der Herr der Ringe“ Frodos Hobbit-Kumpel Sam verkörperte) darüber, dass er aus dem Auenland kommen würde. Die ein ums andere Mal sogar hintergründigen und ironisch mit Rocker-Klischees spielenden Dialoge um Metaller-Schminke, uneheliche Groupie-Kinder und die Fragwürdigkeit von Power-Balladen vom Drehbuchgespann um Ron Carlson sorgen immer wieder für Lacher.

Carlson kann sich auf sein Ensemble verlassen, das den flachen Knallchargen-Charakteren mit Spielfreude Leben einhaucht. Neben Sean Astin bleibt vor allem Tom Arnold (Autor der Sitcom „Roseanne“) als überdreht-grober Manager in Erinnerung, der den von zahlreichen Gore-Einlagen begleiteten Tod von Bass-Gitarrist Art zynisch kommentiert und am Ende einen Auftritt seiner Band mit blutigen Armstümpfen beklatscht. Metal-Fans kommen indes bei dem Soundtrack mit einigen eigens für die fiktionale Band Sonic Grave komponierten Rocksongs auf ihre Kosten. Besonders die zum US-Start veröffentlichte Single-Auskopplung „Side Boob“, deren augenzwinkernde Lyrics Ron Carlson selber schrieb, ist ein Ohrwurm, der es rein musikalisch durchaus mit Rocksongs von „Iron Maiden“ und Co. aufnehmen kann. LUTZ GRANERTTitel: DEAD ANT – MONSTERS VS. METAL


Label: Lighthouse Home Entertainment
Land/Jahr: USA 2017
FSK & Laufzeit: ab 16, ca. 83 Min.
Verkaufsstart: 27. September

 

 Cover

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