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"Apricity"-Tour: Interview mit ATRA VETOSUS

Underground-Touren sind immer eine gute Möglichkeit, um neue Bands kennenzulernen und dem Ideal zu folgen, das einst die Heavy Metal-Szene ausgemacht hat. Von Immortal Frost Productions organisiert kommen diesen April die Bands ATRA VETOSUS, Perennial Isolation und Drawn Into Descent auf „Apricity“-Tour. Mit der gesamten Truppe von ATRA VETOSUS haben wir uns über kommende Musik und die Gigs unterhalten. Lasst Euch nicht aufhalten und unterstützt den Underground, in dem Ihr Euer komfortables Daheim verlässt und Euch in die Nächte stürzt!

Please find an English version of the interview below!

AtraVetosusVideo
Coypright: Musikvideo "Oceans Of Light, Rainfall Of Stars"/Facebook-Page der Band

Guten Abend und vielen Dank, dass ihr euch die Zeit für das Interview nehmt! Gehen wir es an: Euer neues Album „Apricity“ ist im Februar erschienen, und es hat euch ungefähr fünf Jahre gekostet, den Nachfolger von „Voices From The Eternal Night“ einzuklopfen. Was ist denn in diesen Jahren in der Band so passiert? Und in welchem Zeitraum wurden die Songs für das neue Album tatsächlich geschrieben?

Young:
Vielen Dank, dass du dir die Zeit nimmst. Das Material für „Apricity“ wurde eigentlich zum größten Teil im Jahr nach der Veröffentlichung von „Voices From The Eternal Night“ geschrieben. Zu dieser Zeit dachte ich noch, dass die geschriebenen Songs qualitativ eigentlich nicht für das Album ausreichen würden, da ich wollte, dass sie mehr darstellten. Deshalb haben wir uns entschlossen, sie eine Zeit lang ruhen zu lassen. Ein Song ist aber hervorgestochen, und so haben wir entschieden, diesen auszuarbeiten und ihn als Eine-Song-MCD zu veröffentlichen. So entstand die MCD „Ius Vitae Necisque“ (2016). Nach dieser Veröffentlichung habe ich dann die Songs für „Apricity“ überholt und neue Passagen beziehungsweise auch zusätzliche Songs komponiert. In diese habe ich Elemente von atmosphärischem, depressivem und auch Post-Black Metal inkludiert.

So wie ich das sehe, hat es in den Jahren keine Veränderung im Line-Up gegeben – wie habt ihr es geschafft, als Band zusammenzubleiben, ohne dass es zu großen Änderungen gekommen ist? Lebt ihr alle in derselben Stadt/derselben Region? Und wie oft trefft Ihr Euch, um zu jammen und eure Musik zu proben?

Josef:
Wir leben nicht mehr alle am selben Ort. Wir verteilen uns über Tasmanien und Victoria (das liegt im Norden von Tasmanien und dazwischen liegt Wasser). Ich denke, der Schlüssel, dass wir zusammenbleiben, liegt darin, dass wir gut kommunizierten und uns verstehen. Manchmal ist es hart, sich zu verpflichten, in einer Band voll dabei zu sein, vor allem wenn man auch anderweitig musikalisch aktiv ist und es auch Sachen wie Arbeit, Familie, et cetera gibt, die alle gleichzeitig passieren. Wenn wir eine Show gebucht haben, ist es nicht unmöglich, dass wir mal nur zu viert auftreten oder einen Session-Musiker engagieren, sodass zum Beispiel jemand die Vocals übernimmt, et cetera. Wenn es keine andere Möglichkeit gibt, dann finden wir eine. Ich denke, diese Fähigkeit, uns anzupassen und ein Verständnis für das Leben der anderen zu entwickeln sowie gleichzeitig in der Lage zu sein, uns zu verpflichten – das sind Zeichen für kompetente und professionelle Musiker. Und auf dieses Ziel arbeiten wir hin. Wir üben ziemlich häufig, natürlich mehr, wenn Shows anstehen. Aber es ist auch wichtig, dass man sich Zeit nimmt, um Energie zu tanken.

Euer neues Album heißt „Apricity“, was gar nicht so einfach ins Deutsche übersetzt werden kann, weil es dafür kein eigenes Wort gibt – nur das ziemlich künstliche und eigentlich nie verwendete „Wintersonnenwärme“. Aber ich verstehe, dass mit „Apricity“ jene Wärme bezeichnet wird, welche die Wintersonne ausstrahlt. Könnt ihr uns mehr darüber erzählen? Warum ist die Wintersonne für euch etwas Besonderes? Was macht dieses Phänomen so interessant, dass es sich für den Titel eines Albums eignet?

Gee:
Danke, dass du dir die Zeit genommen hast, um herauszufinden, was der Titel bedeutet. Vielleicht ist das tatsächlich eine spezifische Sache in Tasmanien, aber in dieser Region sind die Winter wesentlich kälter als im Großteil von Australien. Insofern ist die Wärme der Wintersonne dann eine willkommene Erleichterung. Das Thema passt auch ganz gut zu den Lyrics des Albums, die generell ziemlich ,kalt' und dunkel sind, aber es scheint dennoch eine gewisse ,Wärme' durch sie durch.

Wenn ich richtig liege, dann kann der Songtitel ,Pravitatem Cordis Hominis‘ mit ,fehlerhaftes menschliches Herz‘ übersetzt werden. Das ist ein interessanter Titel. Könntet ihr uns mehr über die Story hinter dem Song erzählen? Gibt es eine Beziehung zwischen den Texten dieses Songs und eurem generellen Fokus auf natürliche Phänomene? Ist der Track eine Anklage an die Menschheit, wie sie die Natur behandelt?

Gee:
Dieser Song dreht sich um das menschliche Sein und um die Dunkelheit, die man in jedem von uns findet. Du wirst in diesem Track viele Klagen finden, wie zum Beispiel ,woe worth the hour that of womb I came‘, et cetera. Dieser Song soll ein Gefühl von Versagen und Schuld transportieren.

Um die Frage zu generalisieren: Gibt es ein lyrisches Konzept hinter eurem „Apricity“-Album?

Gee:
Die Lyrics passen alle zu den generellen Themen, die man in unseren Songs findet. Einige dieser grundsätzlichen lyrischen Motive sind das Ende der Welt, die Würdigung der Natur, Verzweiflung, Hoffnung und Schuld.

„Apricity“ lässt das Reich des klassisch-melodischen Black Metal hinter sich und entwickelt sich in verschiedene Richtungen. Man kann die neuen Inspirationen und Ideen eindeutig heraushören. Ich gehe davon aus, dass dies nicht bewusst geschehen, sondern einfach passiert ist. In welche Richtung, würdet ihr sagen, habt ihr euch als Musiker entwickelt? Wo seht ihr die größten Entwicklungsschritte? Und was für Bands haben euch zu diesem Pfad inspiriert?

Young:
Ich habe das schon in der ersten Antwort angesprochen. Verschiedene Elemente in die Musik einzubauen, war niemals eine spezifische Absicht, sondern eine natürliche Entwicklung. Wir alle interessieren uns für unterschiedliche musikalische Stile und Genres, und ich denke, dass jedes Bandmitglied einen ganz eigenen Zugang zur Musik mitbringt. Obwohl ich die Musik schreibe, fügt jedes Mitglied noch die gewisse Einzigartigkeit und Kreativität hinzu. Ursprünglich waren wir stark von Bands wie Dissection, Emperor, Sacramentum, et cetera inspiriert, aber jetzt hat sich das definitiv verändert. Agalloch, Wolves In The Throne Room, et cetera könnte man hier auch nennen.

Auch wenn eure Musik eindeutig im melodischen Black Metal verwurzelt ist, gibt es – zumindest in manchen Songs (ich denke zum Beispiel an ,Ever Falling Snow‘) – einen ziemlichen Agalloch-Vibe. Wie stark hat euch die Musik von John Haughm und seiner Truppe inspiriert? Was gefällt euch an ihrem Zugang? Und wo wollt ihr Sachen aber auch ganz spezifisch anders machen?

Young:
Ich bin schon seit langer Zeit ein großer Agalloch-Fan (das gilt zumindest für deren frühe Alben). Ich hätte nicht gedacht, dass man ihren Einfluss so auf dem Album hört, aber es scheint, dass Dinge manchmal einfach passieren, die man so nicht bemerkt. Agalloch evozieren irgendwie eine Zusammenfügung von Musik und Natur, und das ist etwas, was wir auch wollen. Aber ich denke, dass wir es mit anderen Mitteln erreichen. Ich sehe noch am ehesten bei den akustischen Gitarren die größte Ähnlichkeit.

Damon: Für mich persönlich war eine der tollsten Sachen bei der Bandgründung, dass wir alle die gleiche Musik mochten, die wir zu der Zeit hörten. Wir waren sowohl musikalisch als auch emotional an denselben Bands interessiert, und das hat uns dabei geholfen, zusammenzurücken.

Euer erstes Album „Voices From The Eternal Night“ wurde von euch abgemischt und gemastert, also speziell von Josh Young. Dasselbe gilt auch für „Apricity“, allerdings hat sich dieses Mal der Finne Owe Inborr um das Mastering gekümmert. Wie seid ihr mit ihm in Kontakt gekommen? Warum wolltet ihr seine Skills auf dem neuen Album haben?

Young:
Das ist korrekt. Beide Alben waren eine schwierige Aufgabe. Ich sollte erwähnen, dass Josh Gee damals beim Abmischen durchaus assistiert und wichtige Insights und Inputs geliefert hat. Ich wollte immer eine Perspektive von außen auf den Mix/das Mastering von „Apricity“ haben. Da ich von Gee einen Input erhalten habe, war es mir umso wichtiger, dass sich jemand von außerhalb vom das Mastering kümmert. Es ging primär darum, dass sich ein frisches Paar Ohren mit dem Gesamtwerk beschäftigt. Wir sind dann mit Owe durch unseren Labelmanager Surtur von Immortal Frost Productions in Kontakt gekommen. Er hat Owe empfohlen, weil er sich auch schon um seine eigene Band Ars Veneficium gekümmert hat. Wir hatten auch noch andere Personen im Kopf und diese haben jeweils ein Probesample abgeliefert. Owes Sample stach hervor, weil er den Sound getroffen hat, den wir wollten. Er hat unsere Musik wirklich verstanden und wusste, wo wir hinwollten. Am Schluss war es eine einfache Entscheidung.

Um kurz dabei zu bleiben: Habt ihr euch nicht überlegt, auch die restliche Produktion an eine externe Person, also einen professionellen Toningenieur, zu geben? Oder kam dieser Gedanke gar nie auf?

Young:
Ich wollte immer einen Externen, der sich um das Mastering kümmert. Über die Jahre bin ich gegenüber meiner eigenen Arbeit kritischer geworden, aber das ist wohl nur natürlich. Wenn jemand anders seine Perspektiv einbringt, lindert das ein bisschen die Kritik an einem selbst und man erhält ein Produkt, das man selber vielleicht nie erreicht hätte. Ich gebe zu, weil wir ziemlich unter Zeitdruck waren, haben wir darüber nachgedacht, dass auch einfach ich das Mastering machen könnte. Aber Owe war schnell und so ist alles gut ausgegangen.

Für den Song ,Oceans Of Light, Rainfall Of Stars‘ habt ihr ein wunderschönes Video gedreht, in welchem man nicht nur euch spielen sieht, sondern auch eine kleine Geschichte über einen Mann, der an einen steinigen Strand gespült wird, erzählt wird. Könnt ihr uns etwas über den Hintergrund dieser Geschichte erzählen? Und wie stark wart ihr persönlich in die Kreation dieses Videos involviert?

Gee:
Ich habe Regie geführt und das Video auch aufgearbeitet (mit der Hilfe von anderen), deshalb liegt es mir sehr am Herzen. Wie du schon sagtest – es war eine größere Produktion mit einer Storyline und der Band. Die Story ist mir einst einfach eingefallen, als ich mir den Song angehört habe. Der Song hat ,zu mir gesprochen' und diese Story ist das, was da rausgekommen ist. Ich denke, diese passt sehr gut! Der Schauspieler hat einen großartigen Job abgeliefert, und das gilt auch für den Kameramann und auch sonst jeden, der involviert war.

TourAtraNeu

Ihr seid gerade mit Perennial Isolation und Drawn Into Descent (und Glorior Belli) auf Tour. Was verbindet euch mit diesen Bands? Wo gibt es artistische Ähnlichkeiten?

Josef:
Nun, offensichtlich sind alle Bands irgendwie im Black Metal verwurzelt – es gibt aber unterschiedliche Subgenres und musikalische Ideen in allen Truppen. Das Lob dafür, dass es zu dieser Kulminierung von Bands gekommen ist, geht an Surtur, unser Labelmanager. Er hat bezüglich der Organisation einen großartigen Job abgeliefert.

Diese Tour mit Perennial Isolation und Drawn Into Descent ist eine echte Black Metal-Underground-Tour mit drei Bands, die alle noch keine zu große Fanschar haben. Was erwartet ihr euch von der Tour allgemein? Und gibt es vielleicht auch etwas Charmantes und Magisches daran, wenn man in einem kleinen Zirkel tourt und nur leidenschaftliche Fans zu den Shows kommen?

Josef:
Ich weiß gar nicht, was ich von der Tour erwarten kann. Ich möchte sie einfach genießen, neue Menschen kennenlernen, viel Bier trinken und Party machen. Es ist irgendwie wie Arbeitsurlaub. Das Coole an Metal-Fans ist, zumindest bei denen, die es wirklich verinnerlicht haben, dass es tatsächlich Menschen von der anderen Seite der Welt gibt, die es genießen, meine Musik zu hören. Das haut mich immer wieder um. Ergo: Alles hat wirklich Charme hier!

Damon: Ich glaube, diese Tour wird insofern großartig sein, als sie aufzeigt, zu was wir als Band und als Individuen in der Lage sind. Wir können das vor einem größeren Publikum zeigen und daran haben wir seit unserer Bandgründung gearbeitet. Es wird natürlich immer sehr geschätzt, dass wir vielleicht noch keine zu große Fanschar haben, aber wir dafür sehr viel Unterstützung und Leidenschaft von den Fans erhalten.

Bezüglich der Tour: Auf welche Stadt freut ihr euch am meisten? Und warum?

Josef:
Ich freue mich wirklich auf Italien – es hat so eine antike und einflussreiche Kultur. Ich habe mich immer für Sachen wie das antike Rom interessiert. Es wird einfach cool sein, das Land mal zu sehen. Pizza ist natürlich auch großartig, das ist ein zusätzlicher Bonus.

Young: Wenn es um Nostalgie geht, so freue ich mich, Prag wiederzusehen. Die meisten dieser Städte habe ich noch nie besucht, also freue ich mich auf fast alle. Ich wollte auch schon immer mal in die Schweiz, auf das freue ich mich also besonders.

Letzte Frage: Was für Bücher liegen momentan auf euren Nachtkästchen?

Young:
Ich bin gerade in Thailand, bevor es dann nach Europa geht. Ich habe kein Buch dabei, also muss ich wohl meinen Facebook-Feed angeben, haha!

Josef: Ich lese gerade Bücher von Mark „Chopper“ Reas, er war ein ewiger Krimineller aus Australien, der aber eine sehr charismatische Persönlichkeit hatte … er hat auch eine Weile in Tasmanien gelebt. Aber ich plane gerade, ein paar Stephen King-Bücher auf die Tour mitzunehmen.

Damon: Ich habe gerade von Jack Ketchum „The Girl Next Door“ fertiggelesen. Mein Geschmack scheint zwischen Horror und Musik zu oszillieren.

Gee: Ich arbeite mich gerade durch ein altes Buch namens „Confessions“.

 

ENGLISH VERSION:

Underground-tours are always a great chance to meet and get to know new and unknown bands and to follow the ideal which was once an intrinsic value of the heavy metal-scene. Immortal Frost Productions organised the coming “Apricity”-tour, in which the bands ATRA VETOSUS, Perennial Isolation and Drawn Into Descent will present you their atmospheric black metal. We conducted an interview about new music and the coming tour with all the boys from Atra Vetosus. So don’t let anything stop and support the underground by leaving your comfortable home and march into the night and therefore into the club near to you!

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Copyright: Music-video of "Oceans Of Light, Rainfall Of Stars"/Facebook-Page of the Band

Good evening and many thanks for taking the time to answer my questions! Let’s get right to it: Your new album “Apricity” saw the light of day in February. It took you five years to craft the successor of “Voices From The Eternal Night”. Could you give us an update what happened in the years between in your band? And could you tell us during which time frame the songs for the new album were actually written?

Young: Thank you for taking the time to interview us. The material for "Apricity" was mostly written within a year of "Voices From The Eternal Night". At that time I didn't think these songs succeed for the previous album, I wanted them to be something more, so we decided to let them stay for a while. One of the songs stood out from the others for my liking, so we decided to expand upon that song and release it as a single song MCD, which would become "Ius Vitae Necisque" (2016). Following that release I rehauled the songs for "Apricity" and composed new parts and additional songs, incorporating elements from atmospheric, post and depressive black metal.

As far as I can see there have not been any changes of band members during the last five years – how do you manage to stay together as a band without any major changes? Are you all living in the same place/region? And how often do you meet to jam and rehearse your music?

Josef:
We do not all live in the same place anymore, we are split up over Tasmania and Victoria (north of Tassie across a body of water). I think the key to staying together for us is just communication and understanding. Sometimes it's hard to commit to being in a band full time, especially when you are in other bands and have things like work, family et cetera all going on at the same time. When we have shows booked, it's not out of the question to perform as say, a 4-piece, or with fill-ins/session-members, someone else doing vocals et cetera, if someone is unavailable. If there is no other option, we make it work. I think that the ability to adapt and be understanding of other peoples' lives and the ability to commit to things is the sign of a competent and professional musician, so that is what we strive for. We practice fairly regularly, more so when we have shows coming up. But it's important to take time off as well to recharge.

Your album is named “Apricity”, which is actually pretty tough to translate into German, because we don’t have that word in our language (just the rather artificial and never used “Wintersonnenwärme”), but I get that apricity means the warmth that comes from the sun in winter. Could you elaborate this title for us? What makes the sun in winter special to you? What makes this phenomenon so interesting that you chose this word as an album-title?

Gee:
Thank you for taking the time to look into our album name! Maybe it's a special thing in Tasmania where we're from, here the winters are a lot colder than in the majority of Australia and the 'Apricity' is a nice relief. It also fits in quite well with the album's lyrical themes, which in general are quite 'cold' and dark, but not without some 'warmth' shining through.

If I am correct then the song-title 'Pravitatem Cordis Hominis’ can be translated as “defective/faulty human heart” which is definitely an interesting title. Could you tell us about the story behind this song? Is there a relation between the lyrics of this song and your general focus on natural phenomena? Is that song an accusation concerning how humanity treats nature?

Gee:
This song is about the human condition, and the darkness that lies in each of us. You'll see lots of lamenting in the lyrics "woe worth the hour that of womb I came" et cetera, this song is really meant to put forward a sense of failure and guilt.

In order to generalize the above mentioned question: Is there some kind of a lyrical concept behind your album “Apricity”?

Gee:
The lyrics were all written with general themes that pass through all of the songs. Some of the main themes are the end of the world, appreciation of nature, despair, hope and guilt.

“Apricity” is slowly leaving behind the realm of classic melodic black metal and is evolving in different directions, so that new inspirations and ideas are clearly visible. I guess that is not something that was consciously done, but it just happened. In what direction, would you say, did you evolve as musicians? Where do you see the greatest advancements? And what bands inspired you walk such ways?

Young:
I kind of touched on this in the first answer. Incorporating different elements to the music was never intentional, more of a natural progression. We all have varying interesting in musical styles and genres and I think each member brings that in their own way to the music. Though I do write the parts each member adds their own uniqueness and creativity to it. Obviously we originally inspired by bands such as Dissection, Emperor, Sacramentum et cetera, but it's definitely gone beyond that. Agalloch, Wolves In The Throne Room would be a couple to name.

Even though your music is clearly rooted in melodic black metal, there is – at least in some songs, I am for example thinking of ,Ever Falling Snow’ a clear Agalloch-vibe present. How much did the music of John Haughm et cetera influence your own art? What do you like about their approach? And where do you specifically want to do things differently?

Young:
I have been a big fan of Agalloch for a long time (their first few albums at least). I wouldn't have assumed much of their influence is present in our music, but I guess these things come off in ways you don't always see at the time. Agalloch is the evocation of music and nature which aligns with what we've tried to put forth also. I think the way we go about it is in different means. The acoustic guitar sections I can see more resemblances towards.

Damon: For me personally one of the great things about the formation of the band was everyone's shared interest in the music we were listening to at the time. We were musically and emotionally interested in similar acts, and this helped us to bond quite easily.

Your first album “Voices From The Eternal Night” was mixed, mastered and produced by yourself, meaning mainly by Josh Young. The same was basically done for “Apricity”, except that the mastering was done by Finnish musician Owe Inborr. Can you tell us how you specifically came into contact with him? Why did you want him to master your new album?

Young:
This is correct. Both albums were a massive task to take on. I should add Josh Gee did assist in the mixing process somewhat towards the end and offered valuable insight and opinions. I always wanted to have an outside perspective on the mix/mastering for this album. After receiving input from Gee I was more determined than before to have the material externally mastered, to add a different set of ears to the overall product. We came into contact with Owe through our label manager Surtur of Immortal Frost Productions. Who recommended him from doing his band Ars Veneficium. We had a couple other people in mind also and had each do a sample master. Owes sample stood out as the sound we wished to proceed with and he really seem to understand our music and exactly what we were after. It was an easy choice in the end.

And in order to stay with this topic: Did you consider not doing the rest of the production yourself, but give the music to a professional sound engineer? Or was that never a thought that crossed your mind?

Young: I always intended for outside mastering. Over the years I've become more critical of my own work, which I think is natural. Having someone add their perspective alleviates a lot of that criticism and you end up with with a product that you yourself probably wouldn't have come to. I'll admit, due to time constraints we did consider just having me do it. But Owe worked fast on the master and everything worked out for the best in that regard.

You created an astonishing video-clip for the song 'Oceans Of Light, Rainfall Of Stars’ in which one cannot only see you guys playing, but also the story of an old man being swept to the stony beach. Could you tell us the background of the little story that is being told in this video? And how much were you personally involved in the creation of this video?

Gee: I did direct and edit the music video (with help from others) so it is something special for me. As you said, it was a big production with both the storyline and the band. The storyline is imagery that came to mind as I listened to the song. As the song 'spoke to me' this storyline is what came forward, and in the end I think it suits very well! The actor did a really great job, as did the camera guy and everyone else involved.

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During the coming tour you will be on the road with Perennial Isolation and Drawn Into Descent (and Glorior Belli). What connects you to these other bands? Where do you see artistic similarities?

Josef:
Well, obviously all the bands on the tour are rooted in black metal in one way or another, with different sub genres and musical ideas present in each individual band. The credit for the culmination of all the acts on the tour coming together has to go to Surtur, our label manager, who has done a great job organizing everything.

This tour together with Perennial Isolation and Drawn Into Descent is a real black metal underground tour with basically three bands that do not have a too large following at the moment. What do you expect from this tour personally? And is there perhaps also something magical and really charming about being on tour in a small circle with dedicated fans coming to the shows?

Josef: I have no idea what to expect from the tour, I just want to enjoy it, meet heaps of new people and drink lots of beer and party. It's kind of like a working holiday. The cool thing about metal fans is that the ones that are down with it, are REALLY down with it, the fact that there is people on the other side of the world from that enjoy the music I play still blows me away. So mmyeos it's all rather charming. Rather!

Damon: I think that this tour will be great for revealing what we're capable of as a band and as musicians individually to a larger audience which is what we've been striving to do since the beginning. It's always very appreciated that while we may not have quite a large following yet, we do have a very supportive and dedicated one.

Concerning this coming tour: Which city are you most looking forward to visit during the coming tour? And why?

Josef:
I'm really looking forward to Italy, it has such a rich ancient and influential culture. I've always been interested in things like ancient Rome. So being there will be cool. Pizza is also awesome so thats a bonus too.

Young: In terms of nostalgia I'm looking forward to visiting Prague again. Most of these cities are ones I haven't visited in Europe before so I'm pretty much looking forward to all of them. I've always wanted to go to Switzerland too so that's high up there.

Last question: What books are currently lying on your nightstand?

Young:
I'm currently in Thailand before we head to Europe, without a book, I'd have to say my facebook feed? Haha!

Josef: I am currently reading Mark 'Chopper' Reads books, he was a notorious criminal and stand-over man in Australia with a very charismatic personality… he also lived in Tasmania for quite some time! But I plan to be reading some Stephen King on the tour, got a few books lined up.

Damon: I've just recently finished off a copy of Jack Ketchum's 'The Girl Next Door', generally my tastes seem to alternate between Horror and Music quite regularly.

Gee: I'm currently working through and old old book called 'Confessions'.

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