Live

FESTIVAL MEDIAVAL

06.-09.09. Selb

BARBAR’O’RHUM & BITTERSÜßER NACHTSCHATTEN & BRAN & CANZONETTA TEDESCA & CELTICA & DANCEPERADOS OF IRELAND & DRAGOL & ELANE &  ELUVEITIE & HEILUNG & IRREGANG & KOENIX & KROKE & LEAVES EYES & LIEDERKNECHTE & NARRENGOLD & ORO & RED HOT CHILLI PIPERS & SELFISH MURPHY & SKRÖMTA & THE ABERLOUR’S & THUNDERCROW & TIR NAN OG & WEIBSVOLK U.V.M.

 

Zum zwölften Mal findet am Goldberg im bayrischen Selb auch dieses Jahr wieder das FESTIVAL-MEDIAVAL statt. Das über die Grenzen Deutschlands bekannteste Mittelalter-Musik-Festival (unter anderem als eines der neun Festival-Topziele für Europa-Touristen aus den USA von der New York Times empfohlen) durchläuft eine große Veränderung: Dieses Jahr lautet das Motto „New Steps“, das bedeutet, dass dieses Jahr nur Bands auf dem Festival spielen werden, die bisher noch nie auf dem Festival gespielt haben. Die Bandbreite, die Folk, Mittelalter, Metal und mehr zu einer einzigartigen Mischung verbindet, ist dennoch gegeben. Mit Heilung spielt eine der angesagtesten und einzigartigsten Bands aus dem Pagan-Bereich auf. Daneben geben auch die Schweizer Folk-Metaller Eluveitie ihr Stelldichein. 

Das 3-Tages-Ticket gibt es im Vorverkauf für 95,- Euro. Neben den musikalischen Attraktionen gibt es auch dieses Jahr wieder verschiedenste Attraktionen wie das Literaturzelt, in dem spannende Lesungen stattfinden werden, sowie verschiedenste mittelalterliche Stände. Auch Eure Gaumen könnt Ihr mit lukullischen Speisen erfreuen. Festivalchef Bläcky stand auch wieder für einige Fragen parat.

 

Wann wird das Gesamtbilling stehen?

Das steht schon, es sind nur noch nicht alle Verträge zurück. Wir veröffentlichen das Programm dieses Jahr aber nicht auf einmal, sondern Stück für Stück auf der Website und unserer Facebook-Seite. 

 

Wie siehst du rückblickend die letzten Jahre mit dem, wenn man es so nennen darf, alten Konzept?

Das war eine sehr wechselhafte Zeit: Die ersten fünf Jahre waren schwierig, seit ich das FESTIVAL-MEDIAVAL alleine übernommen habe ist es viel leichter, da ich langfristig planen kann. Das Gesamtkonzept ist ja nicht neu, es werden nur einige Stellschrauben verändert, um das MEDIAVAL noch professioneller zu machen, und dass es jedes Jahr eine neue Attraktion geben wird, hatte ich ja versprochen. Daran halte ich mich auch.

 

Bleibt die tschechische Ausgabe auch noch?

Wir hatten eine Genehmigung des Stadtrates für ein Festival. Nun haben wir für die Jahre 2020 bis 2023 die Genehmigung beantragt. Da die Stadtratsbeschlüsse immer sehr spät kommen, hatten wir letztes Jahr nicht genügend Zeit für Werbung, deshalb wird es 2019 kein F-M-CZ geben, wir bereiten das dann lieber gut vor und hoffen, damit zehnmal so viele Besucher nach Österreich zu bekommen wie 2018. Außerdem planen wir auch noch ein F-M-Austria für 2020.

 

Wie siehst du die Mittelalter-Szene über die Jahre hinweg? Als homogene oder heterogene Gruppe? Die auftretenden Bands sprechen eher für das Zweite? Gab es da über die Jahre Veränderungen innerhalb der Szene?

Ich bin schon seit 1983 auf Mittelaltermärkten unterwegs, bis 2017 noch mit meinem Edelsteinfachhandel. In dieser Zeit hat sich die Szene sehr verändert, und Mittelalter-Märkte wurden schon mehrmals totgesagt, aber diese leben ja bekanntlich länger. Was sich definitiv entwickelt hat, ist die Musik: Da gab es in Vor-MEDIAVAL-Zeiten nicht allzu viel Auswahl. Das FESTIVAL-MEDIAVAL habe ich ja gegründet, da ich feststellte, dass die Musik immer wichtiger wird, und das hat sich in den letzten zwölf Jahren noch viel weiter entwickelt. Die Szene an sich ist gespalten in die Authentischen, die mit denjenigen, die nicht so viel Wert auf Originaldarstellungen legen, nichts zu tun haben wollen; diese kommen auch nur zu einem sehr kleinen Teil zum FESTIVAL-MEDIAVAL. Die LARPer sind eine eigene Gruppierung, und dann kommen natürlich auch noch Gothic-Fans und diejenigen dazu, die nur die Atmosphäre genießen wollen. Was mir aufgefallen ist, ist, dass die Marktfahrer immer älter werden, hier fehlen ein wenig der Nachwuchs und auch originelle Ideen.

 

Wie stolz ist die Gemeinde Selb auf das Festival? Beziehungsweise welche Rückendeckung/Hilfe bekommt ihr von ihr? Ihr seid ja ein sehr guter Werbeträger für den einheimischen Tourismus.

Selb will auf das MEDIAVAL nicht mehr verzichten, da es nicht nur die Bekanntheit von Selb steigert, sondern auch für die meisten Geschäfte der umsatzstärkste Monat im Jahr ist und damit natürlich auch entsprechende Gewerbesteuereinnahmen generiert. Wir bekommen extrem viel Unterstützung, da wir es von Anfang an darauf angelegt haben, möglichst eng mit Bevölkerung und Stadt zusammenzuarbeiten. Wir haben viele Helfer aus Selb – auch in der Orga sind mittlerweile Selber gut vertreten. Viele Zulieferer sind aus der Region, Marktstände auch ein paar, somit ist die Akzeptanz enorm, und von der Stadt und den Behörden bekommen wir alle nur mögliche Unterstützung: Das ist das große Plus in Selb und hebt damit die Standortnachteile am Rande von Deutschland mit sehr wenigen Übernachtungsmöglichkeiten mehr als auf.

 

Ich sehe immer wieder positivste Reaktionen auf das Festival. Gab es auch einmal eine extreme negative Reaktion?

Wir haben von Anfang an versucht, die Kritik der Besucher ernst zu nehmen und auch umzusetzen, damit wurden die Kritikpunkte immer weniger, sodass ich nach dem letzten FESTIVAL-MEDIAVAL überhaupt keine negativen Meinungen mehr gelesen oder gehört habe. Das ist toll. Die negativste Reaktion der ganzen Zeit? Was fällt mir da ein? Ja, es wollte mal jemand sein Eintrittsgeld zurück, da es keine Cola gab. Derjenige hatte sich ziemlich aufgeregt, und dabei gab es Cola an einem Stand - den hatte er nur nicht gefunden. Also extrem negative Reaktionen gab es nie.

 

Bis Anfang September ist ja noch ein wenig Zeit; es werden mit Sicherheit noch einige spannende und interessante Bands den Weg nach Selb finden. Haltet also Augen und Ohren auf und beobachtet die Festivalseiten, auf denen dann die Neuankündigungen stetig veröffentlicht werden. 

 

Michael ´Schumi´ Schumacher

www.festival-mediaval.com

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