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Gloomar Festival

GLOOMAAR FESTIVAL

16.11. NEUNKIRCHEN, NEUE GEBLÄSEHALLE

ALCEST & KOKOMO & MIDAS FALL & MY SLEEPING KARMA & NOORVIK & SOMALI YACHT CLUB & STONED JESUS & THERE’S A LIGHT

 

Im November wartet auf Euch die dritte Auflage des GLOOMAAR FESTIVALs. Für Freunde des (Post) Rock und verwandter Genres sicherlich ein Grund, dem Saarland einen Besuch abzustatten. Vier deutsche und vier internationale Bands werden eine einzigartige Atmosphäre kreieren. Veranstalter Tim Masson beantwortete uns ein paar Fragen zu diesem Event.

 

Nach 2017 und 2018 veranstaltet ihr nun schon zum dritten Mal das GLOOMAAR FESTIVAL. Welche Änderungen gegenüber den Vorjahren habt ihr vorgenommen?

Das GLOOMAAR wächst von Ausgabe zu Ausgabe, und wir versuchen jedes Jahr, das Festival mit kleinen Verbesserungen und mehr Angeboten vor Ort noch angenehmer für die Besucher zu gestalten. Wir legen sehr viel Wert auf das Gesamtpaket. In diesem Jahr stand mit dem Wechsel des Designs ein großer Schritt an. Wir waren sehr zufrieden mit dem ersten „Gesicht“, welches Thomas Boegle uns verliehen hat, nur war es jetzt irgendwie Zeit für eine Veränderung, und wir sind extrem froh, dass wir Max Löffler als Designer für das diesjährige Festival-Layout gewinnen konnten, und würden auch gerne zukünftig weiter mit ihm arbeiten. Max‘ Stil passt perfekt zum GLOOMAAR, wie unser Poster zeigt!

 

Wie sind denn die bisherigen Festivals so verlaufen? Gab es Sachen, aus denen ihr lernen und diese verbessern konntet?

Man kann immer Kleinigkeiten verbessern und Stellschrauben nachziehen, aber im Großen und Ganzen waren wir mit dem Ablauf des Festivals und dem phänomenalen Feedback der Besucher in den ersten beiden Jahren sehr zufrieden. Die größte Herausforderung ist es natürlich, die Besucherzahlen nach vorne zu bringen, was uns mit dem qualitativ hochwertigen Line-Up in diesem Jahr hoffentlich gelingen wird. Bereits im letzten Jahr kamen Musikfans aus ganz Deutschland und elf weiteren Ländern nach Neunkirchen. Aber das GLOOMAAR ist nun mal ein „Spartenfestival“, und als Neuling im Saarland ist es nicht gerade einfach, die Besucherzahlen zu erreichen, die man gerne hätte.

 

Mit Alcest habt ihr ja einen Headliner verpflichten können, auf den ihr euch schon wahnsinnig freut. Was bedeutet euch das? 

Alcest war bereits in den ersten Jahren auf unserer Headliner-Wunschliste ganz oben mit dabei. Dass wir es in diesem Jahr hinbekommen haben, sie für unser Festival zu gewinnen, freut uns natürlich riesig, und wir sind schon sehr gespannt auf die neue Platte. Dass Alcest live eine Macht sind, steht außer Frage. 

 

Welche speziellen Möglichkeiten bietet die Neue Gebläsehalle in Neunkirchen? Und gibt es Überlegungen, mal aus dem „beschaulichen“ Saarland herauszugehen?

Eins steht zu 100% fest: Wir bleiben definitiv im Saarland und in Neunkirchen! Wir als Veranstalter, die Neunkircher Kulturgesellschaft, sind eine Tochter der Stadt Neunkirchen und daher an Neunkirchen und das Saarland gebunden, was aber auch gar kein Problem darstellt, da die Neue Gebläsehalle zum Festival wie die berühmte Faust aufs Auge passt. Die Halle ist im alten, stillgelegten Hüttenareal der Stadt eingebettet. Zwischen Hochöfen, Wasserturm und Gebläsemaschine versprüht das Areal seinen ganz eigenen industriellen Charme und verpasst damit dem Festival zusätzlich eine ganz einmalige Atmosphäre. Außerdem können wir die Halle sehr praktisch verkleinern, sodass sie zu unseren aktuellen Besuchererwartungen hervorragend passt und – sollten wir in den nächsten Jahren wachsen – kann die Halle „mitwachsen“, da wir hier bis zu 1.700 Besucher unterbekommen. Und selbst bei einem zukünftigen „ausverkauft“, könnten wir es noch so gestalten, dass keiner Platzangst bekommen muss und das Festival nicht an Atmosphäre verliert. Des Weiteren liegt nur 200 Meter entfernt unsere zweite Location, die Stummsche Reithalle. Sollten wir einmal planen, zwei Bühnen/Locations bespielen zu wollen, wäre dies einfach möglich. 

 

Was macht euer Festival aus deiner Sicht aus? Welche Besonderheiten abseits der bunten Mischung sämtlicher (Post-)Rock-Subgenres bietet ihr noch?

Das Festival ist in erster Linie ein experimentelles Rock-/Metal-Festival, mit Hauptaugenmerk auf „Post“, im Sinne von atmosphärischer, wenn man so will anspruchsvoller Musik. Damit stoßen wir auch die Tür zum Prog sowie zu artverwandten Genres à la Shoegaze, Ambient, Stoner-/Space-/Psychedelic-/Art Rock usw. weit auf. Wirkliche Grenzen gibt es eigentlich nicht, die Mischung möchten wir so spannend wie möglich halten. Die ersten beiden Jahre haben gezeigt, dass das Festival einen sehr familiären Charakter hat und Musikbegeisterte aus zig Ländern in das kleine, schöne Saarland lockt. Das möchten wir auch in den Folgejahren ausbauen. Es gibt zwar zahlreiche Festivalvorbilder, wie das dunk!, ArcTanGent oder Roadburn, die fernab von der Größe ähnliche Bands im Line-Up haben, und irgendwo dazwischen sehe ich auch das GLOOMAAR mit einem extra Hauch Underground, weniger Mainstream. 

 

Wie seht ihr eure Stellung innerhalb der recht großen Festivallandschaft? Hilft euch da auch die geografische Nähe zu Frankreich?

Uns war klar, dass wir nicht das nächste 08/15-Rockfestival veranstalten wollen, und wir haben uns bewusst für diese Nische, mit der wir in der Region ein klares Alleinstellungsmerkmal haben, entschieden. Außerdem sind wir mit unserem Termin im November als Indoor-Festival auch bewusst den ganzen Sommer-Open-Air-Festivals aus dem Weg gegangen. Wir hatten auch bei den ersten Veranstaltungen Besucher aus Frankreich und Luxemburg, doch hier können wir in Zukunft sicher noch nachlegen, denn Publikum für unser Festival gibt es natürlich auch in den angrenzenden Nachbarländern.

 

Wer also im November Zeit und Lust hat, sich von guten Bands musikalisch berieseln lassen, der ist gerne eingeladen, eine Reise ins Saarland zu tätigen, und dort das einzigartige Flair der Neuen Gebläsehalle auf sich wirken zu lassen. Alcests neues Meisterwerk wird bis dahin auch schon veröffentlicht sein und sicher teils zur Aufführung kommen.

 

Michael ´Schumi´ Schumacher

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