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BEHEMOTH & IMPERIAL TRIUMPHANT - 05.09. Live-Stream

Dass BEHEMOTH ihren Live-Stream „In Absentia Dei“ in einer geweihten Kirche drehen, sorgt bereits für Aufsehen und Vorfreude. Zur Auswahl stehen Ticketpreis-Optionen vom Director's Cut bis hin zur selbstgewählten Acht-Kamera-Steuerung.

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Pünktlich um 19 Uhr geht es los. BEHEMOTH haben eine Pre-Show auf YouTube mit einem Behind the Scene vorbereitet. Nergal gibt darin einen Einblick in die Show-Vorbereitungen, das Team und eine Führung durch den Drehort, die Ruine einer alten Evangelisten-Kirche im polnischen Pisarzowice. Eingefleischte Fans dürften die Location aus dem Videoclip zu 'Blow The Trumpets Gabriel' kennen.

Der Support-Act IMPERIAL TRIUMPHANT wird aus dem New Yorker The Slipper Room zugeschaltet. Die Band bezeichnet ihren Stil als Avantgarde Black Metal. Dahinter verbirgt sich ein eigenwilliger Metal-Mix mit klarem Jazz-Einfluss. Das Echo im Zuschauerchat auf YouTube ist eher geteilter Meinung. Die Mehrheit findet nur wenig Zugang zur Musik. Optisch setzen IMPERIAL TRIUMPHANT auf schwarze Umhanggewänder und Metallmasken, die an griechische Helden erinnern.

Endlich ist es Zeit für BEHEMOTH. Der Live-Stream wird aufgelockert durch Videosequenzen und Performance-Künstler. Zu Beginn galoppieren vier apokalyptische Reiter auf schwarzen Pferden über ein Feld in Richtung Kirche. Im imposanten Chorraum der Ruine ist die Bühne aufgebaut, mit lodernden Feuerschalen im Vordergrund. Das Schauspiel startet mit dem neuen Song 'Evoe' von der aktuellen BEHEMOTH-EP “A Forest“, gefolgt von 'Wolves Ov Siberia' und 'Prometherion'. Insgesamt ist das Set aus 19 Songs in vier Acts gesplittet und gut durchmischt. BEHEMOTH beglücken ihre Fans heute Abend auch mit uralten Songs, darunter 'From The Pagan Vastlands' oder 'Sculpting The Throne Ov Seth', die keinen regulären Platz in den Setlisten der Band finden. Der zweite Act wird durch einen feuerschleudernden Apokalyptischen Reiter eingeleitet, der immer mal wieder zu 'Blow Your Trumpets Gabriel' als Videosequenz eingespielt wird. Überhaupt vermitteln BEHEMOTH einem gekonnt den Eindruck, einem Videodreh beizuwohnen, ohne dass das Live-Feeling zu kurz kommt. Sound und Spielfreude der Band lassen keine Wünsche offen.

Nergal leitet den Song 'Conquer All' mit einem Appell an die vereinte Stärke ein, dass man sich heute in dieser „unholy church“ zusammen gefunden hat, um die Herausforderungen gemeinsam zu meistern, Black Metal Magic zu zelebrieren und mit Blick auf COVID-19 alles zu überstehen. Die Streaming-Show ist mit einer Altersbeschränkung versehen. Im dritten Act schwebt eine Body-Suspension-Künstlerin im Kirchenraum an von Mönchen gehaltenen Seilen zu den Klängen von 'Ora Pro Nobis Lucifer'. BEHEMOTH spielen sich mit etlichen Outfitwechseln durch ihr umfangreiches Set. Den finalen Höhepunkt der Show bildet 'O Father O Satan O Sun!', umrahmt von Drohnenflügen über die in Flammen gehüllte Kirchenruine, mit Flammenwerfern in den Kirchenräumen und viel Bloodpaint. Ein wahres Spektakel. 

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