DEATH REMAINS „Destroy / Rebuild“

(Transcend)
Genre: Modern Metalcore
Nach dem Debüt melden sich DEATH REMAINS zurück und wollen mit „Destroy / Rebuild“ einiges anders machen, oder etwa nicht? Zumindest in Sachen Sound herrscht bei den Briten Stillstand – doch das ist nicht zwangsläufig etwas Schlechtes, denn, wie auf ihrer ersten Scheibe auch, die Produktion ist allererste Sahne. Der gesamte Mix klingt zwar klinisch trocken, aber dennoch rein und wuchtig. Das ist allerdings im modernen Metalcore, der klanglich oft in den Post-Hardcore mit progressivem Einschlag abrutscht, nicht wirklich ein Alleinstellungsmerkmal und hebt sich nicht von der sehr breiten Masse ab. So kann auch Frontmann und Sänger Barry O’Connor kaum für eine Abgrenzung sorgen, was schade ist. In „Destroy / Rebuild“ steckt nämlich sehr viel Potenzial: Es ist deutlich schneller als der Vorgänger, und die Gitarren wechseln oft in kurzen Parts in die höheren Lagen – das macht das Songwriting deutlich technischer als bei vielen anderen Bands dieses Genres. Doch es mangelt an Stringenz und Eingängigkeit bei melodiösen Gesangs- und Gitarrenlinien, wodurch das gesamte Album wie eine Aneinanderreihung von Riffs und Grooves wirkt. Doch nicht falsch verstehen: Song für Song existieren tolle Parts, Grooves zum Kopfnicken und schicke Gitarrenläufe – es ist das Gesamtwerk, das zu wenig herausstechen kann, um ordentlich in Erinnerung und daher im CD-Player bleiben zu können. (JE)
8 Punkte