CONDOR „Unstoppable Power“


(High Roller/Soulfood)
Genre: Black Thrash Metal
Die bei CONDOR aktiven Musiker sind beileibe keine Unbekannten mehr: Sänger/Bassist 
Christoffer Bråthen spielt unter anderem auch noch bei Black Magic sowie Norwegens Heavy-Hopefuls Flight, während Schlagzeuger Øyvind Kvam bei Purple Hill Witch die Felle verdrischt und neuerdings live bei Deathhammer aushilft. Vernetzt sind CONDOR ebenfalls recht gut, wähnt sich das Trio doch im Dunstkreis der enorm fruchtbaren Kolbotn-Szene, welcher einschlägige Bekannte wie Darkthrone, Infernö, Nekromantheon oder Obliteration angehören. Ihre Herkunft können die Norweger jedenfalls keineswegs leugnen, finden sich in den acht Songs von „Unstoppable Power“ doch immer wieder Reminiszenzen an die letzten paar Darkthrone-Scheiben und vor allen Dingen an Nekromantheon. Auch die Landsmannen von Aura Noir schimmern an allen Ecken und Enden durch. Das Hauptaugenmerk auf vorliegendem zweitem Longplayer liegt eher auf Thrash- denn Black Metal, wie das in der Vergangenheit noch eher der Fall war. Anleihen an Agent Steel, wie man anhand des Albumtitels vorschnell vermuten könnte, finden sich auf der Scheibe allerdings nicht, macht die Band doch unmissverständlich klar, dass die Platte keineswegs vom „Unstoppable Force“-Longplayer der Amis inspiriert wurde. Aufgenommen wurde dieses Zweitwerk bereits im Februar 2016 zusammen mit Salvador Armijo von Black Viper und Tom Erik Hansen in den Berserker Ninja Studios in Eidsvoll/Norwegen. Die Produktion passt zur Musik wie die Faust aufs Auge und unterstreicht den derb-rohen Charakter von „Unstoppable Power“ zusätzlich. Das Cover erinnert stark an Sadistik Exekution-Artworks – und richtig, es stammt auch aus der Feder von Rok, dem Ursänger der durchgeknallten Australier. Fazit: Definitiv ein richtig geiles Black-Thrash–Juwel und eine der besten Platten aus diesem Bereich seit langem! (CW)
13 Punkte