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Darkerkant - Dark Art Event in Hamburg

Am 13. und 14. Oktober 2017 dürfen an (dunkler) Kunst Interessierte dringend im Cap San DIego, Überseebrücke, Hafen Hamburg vorbei schauen. Dort findet unter dem Banner "Darkerkant" ein Kunst-Event der besonderen Art statt.

Darkerkant

Darkerkant entwickelte sich aus einer Idee, der in Hamburg lebenden und arbeitenden Künstlerin Marina Schreckling, ihre Werke auf einem Schiff auszustellen. Nachdem die Cap San Diego, an der Überseebrücke im Hamburger Hafen verankert, als Veranstaltungsort gefunden war und mit dem „Fliegendem Holländer“ als Arbeitstitel, kristallisierte sich heraus, Dark Art dem Schiff zu präsentieren. 

Dark Art ist für ihr Empfinden eine Fortführung der Romantik, genauer gesagt, der dunklen Seite der Romantik. Eine künstlerische Ausrichtung, die sich mit den Abgründen des Menschen beschäftigt. Einsamkeit, Resignation, Tod, das Surreale bis hin zur Faszination des Bösen wird in pittoresker Manier übersteigert dargestellt, so dass unweigerlich beim Betrachter der Eindruck vom schaurig Schönen bleibt. 

Sie selbst setzt sich in ihrer Arbeit mit den Abgründen der menschlichen Seele auseinander, nicht immer mit dem verfeinerten Ästhetizismus, der sich bei Dark Art abbildet, oftmals mit ironischen Anspielungen, aber es ist ein Genre, das den dunklen Aspekten ihrer künstlerischen Arbeit entspricht. 

Um die „Dunkelheit zu erleuchten“ und das Genre vielschichtig abzubilden, lud sie herausragende nationale und internationale Künstler zu einem von ihr kuratierten Dark Art Event ein. Mit Acryl Gemälden ist u.a. der in Brevik, Norwegen lebende Künstler Manfred Evertz vertreten, der in seinen Bildern Themen wie soziale Maskenspiele oder Sexualrollenverhalten mit all seinen gesellschaftlichen Zwängen und Tarnungen in eine postmoderne symbolische Zeichensprache übersetzt… 

 

Dazu noch Antony Goldberg aus Lemberg in der Ukraine dessen Zeichnungen an den Symbolismus des ausgehenden 1900 Jahrhunderts und an mittelalterliche Malereien erinnern. 

Der Mixed Media Künstler Chris Helton aus Dallas, Texas, der neben Architektur, 3d Game Art studierte und an dem Battlefield Game ‘Borderlands 2’ mitwirkte, lässt die Erfahrungen aus diesen Berufsfeldern in seine künstlerische Arbeit einfließen. Chris Helton benutzt Tuschepinsel und Fineliner um das Chaos in HR Giger, Beksinski und Mark Riddick inspirierte, monochrome oder schwarz – weiße Werke zu verwandeln. 

Shaun Jackson kollaboriert u.a. mit Jeph Xystik, der an der Universität von Oklahoma Kunst studierte, an einem psychedelisch, makabren tarot - themen – basierten - Multimediaprojekt. Das Projekt mit dem Titel „Necromaniacal“ besteht, basierend auf dem kosmischen Horror – Mythos HP Lovecrafts, aus verschiedenen Kurzfilmen und Poesie und wird 2018 dem Publikum vorgestellt. Shaun Jackson trug mit einigen Karten der großen Arkana zu einem Tarot – Deck bei. Kartenleser und alle anderen Interessierten haben vorab die Gelegenheit, die Karten während der Ausstellung zu sehen.

Neben den Gemälden sind u.a. auch Skulpturen von Certa Sculptura aus Dresden ausgestellt. Die Inspiration für ihre Arbeit bezieht sie zu großen Teilen aus Mythologien, Literatur und Musik - insbesondere Metal- und Elektromusik. Ähnlich wie bei Themen und Texten in der Metalmusik, geht es ihr nicht darum Boshaftigkeit, Übel und Ekel darzustellen. Es ist vielmehr das Überdenken und Übergehen von bestehenden Kategorien. Es ist anzumerken, dass für ihre Skulpturen immer sichergestellt ist, dass kein Tier speziell dafür leiden musste oder getötet wurde.

Lisa „Vinsterwan“ Schubert hat an der Hochschule für bildende Künste in Dresden studiert und lebt und arbeitet als freischaffende Künstlerin in Leibzig. Oft übernimmt sie Auftragsarbeiten für Bands, wie Cover Artwork und Shirt-Designs. In Hamburg wird sie mit ihren Bildern vertreten sein, in denen sie sich in einem surrealen und zugleich symbolistischen Malstil, mit mythologischen Themen und Personen auseinandersetzt.

Justell Vonk ist eine durch Folklore und Okkultismus inspirierte Künstlerin aus Moskau, die an der Gage Academy of Art in Seattle und am V. Surikow Moscow State Academic Art Institute studiert hat. Sie arbeitet gewöhnlich mit schwarzer Tinte auf Papier, ihre Werke sind surreal und stark durch unbewusste und alptraumhafte Visionen beeinflusst. Justell Vonk meistert es, ihre kindliche Weltanschauung mit dem Sarkasmus eines Erwachsenen zu verbinden und mischt somit die Magie und das Mystische eines Märchens, mit dem grotesken Humor einer Harlekinade. Ihre Bilder sehen aus, wie die, die Alice nach ihrer Rückkehr aus dem Wunderland gezeichnet hätte. 

Die Romantik fand nicht nur in der bildenden Kunst, sondern auch in der Literatur ihren Niederschlag, so schien es ganz natürlich diesen Aspekt in „Darkerkant“ gleichermaßen mit einzubeziehen. Am Freitag den 13.10. findet der Auftakt der Lesungen mit Marco Ansing statt. Er gehört zur Steampunk- Szene und wird Geschichten dieses Genres zum Besten geben. Humor ist für Marco Ansing, in seinen Werken wichtig, genau wie der regionale Bezug zu seiner Heimatstadt Hamburg. 

Swantje Niemann aus Berlin ist ebenso dem Steampunk zugetan und stellt ihr Werk „Drúdir – Ein Steamfantasy-Roman“ vor. 

Sunji von V. aus Duisburg geißelte ihre Freunde und Mitschüler schon in der Grundschule mit diversen Horrorstorys. Sie kanalisierte ihre wilde Phantasie später zwar in den seriösen Journalismus. Hat aber neben der Lyrik, die sie bereits erfolgreich in Verlagen und Magazinen veröffentlichte, einige Gruselgeschichten in der Schublade schlummern.

Die Genres von Sascha Dinse aus Berlin sind Horror und Science-Fiction, in beiden Fällen gespickt mit surrealen Elementen, Twists und doppelten Böden. Der Schrecken in seinen Geschichten erwächst aus dem Alltäglichen, aus den Abgründen der menschlichen Seele oder den Verheißungen der Technologie. Statt spritzendem Blut stehen in seinen Horrorgeschichten eher philosophische Elemente und bizarre Ereignisse im Vordergrund. 

Für Samstag dem 14.10. konnte die Hamburgerin Amalia Zeichnerin, die in der Steampunk - Szene aktiv ist und für das Online Magazin Clockworker schreibt, gewonnen werden. Sie liest aus ihrem Roman "Berlingtons Geisterjäger 1 - Anderswelt", ein Genremix aus Urban Fantasy, Steampunk, Gay/Lesbian Romance und Gothic Horror. 

Mortimer Niels aus Worms ist fasziniert von der Angst. Durch einen exzessiven Konsum von Horrorliteratur und -filmen im Teenagerjahren ist er in die Materie hineingewachsen und schreibt heute mit rabenschwarzem Humor. 

Pjotr X. aus Hamm schreibt mit Horrormotiven und Erotik. Bei den Horrorszenarien spielen übernatürliche oder mystische Dinge keine Rolle, sondern es geht um menschliches Verhalten. Meist darum, Menschen mit ihren Gedanken, Empfindungen und Handlungsmotiven in Extremsituationen zu beschreiben. 

Asmodina Tear aus Helmstedt in Niedersachsen ist, seit sie ein junges Mädchen war, fasziniert von Vampiren, was sich in ihren Werken wiederspiegelt. 

Musik wurde in der Romantik oft als Programmmusik, die eine bestimmte Atmosphäre schaffen sollte, dargeboten. Sie stand für reines Gefühl, ganz in der transzendenten Welt beheimatet und galt als die Königin der Künste und aus diesem Grunde darf sie nicht fehlen, um dieses Event in der Tradition eines romantischen Kunstsalons abzurunden. Für die Atmosphäre dieses Events sorgen Tonchirurgie aus Hamburg mit ihren Soundlandschaften. Die Essenz der Musik verdeutlicht ein Zitat von E. T. A. Hoffmann: „Die Musik schließt dem Menschen ein unbekanntes Reich auf; eine Welt, die nichts gemein hat mit der äußeren Sinnenwelt…in der er alle durch Begriffe bestimmbaren Gefühle zurücklässt, um sich dem Unaussprechlichen hinzugeben.“ Dies beschreibt auch im Kern die ausgewählten Werke der bildenden Künstler und Autoren, ebenso wie den zu erwartenden „special guest“ aus Frankreich, die Performance Künstlerin L[u]Myia Dark. 

Laudautio zur Eröffnung: Dr. phil. Evelyne Frostl 

Durch das Programm führt Prof. Dr. Roland Rosenstock 

Tickets für das Event sind unter www.eventbrite.com oder www.eventbrite.de für 10,00 im Vorverkauf erhältlich, 15,00 an der Abendkasse. 

Link zu den Teasern: