Graspop

16.-18.06. BEL-Dessel

Alcest & Anathema & Baroness & Danko Jones & Deep Purple & Devin Townsend Project & Emperor & Epica & Gojira & Grave Digger & In Flames & Kvelertak & Mastodon & Mayhem & Melechesh & Opeth & Rammstein & Scorpions & Solstafir & The Dillinger Escape Plan & W.A.S.P. u.v.m.


Über seine 23 Jahre hat sich das GRASPOP METAL MEETING einen ordentlichen Namen im Heavy Metal-Festivalzirkus erspielt. Und wie es sich für solch eine renommierte Veranstaltung gehört, fährt man auch dieses Jahr wieder ein dickes Line-Up auf. Mit den sich ewig auf Abschiedstour befindenden Legenden Scorpions, den Alt-Rockern Deep Purple, die zuletzt mit „Infinite“ ein starkes Album veröffentlicht haben, und Deutschlands größtem Metal-Export Rammstein hat man drei fette Acts an die Spitze. Aber auch im normalen Programm ist für jeden was dabei. Von Black Metal-Legenden (Emperor und Mayhem) über die aktuelle Death Metal-Speerspitze (The Black Dahlia Murder) bis zu genreübergreifenden Spitzenbands (In Flames, Kvelertak und Opeth). Wer es eher abseitig mag und mehr auf große Gefühle als große Effekte steht, bekommt mit Anathema, Solstafir oder Alcest genau das Richtige. Wir befragten Veranstalter Bob Schoenmaekers.

 

Gibt es im diesjährigen Billing einen Act, hinter dem ihr schon die ganzen Jahre her gewesen seid, den ihr aber erst jetzt buchen konntet?

Ganz einfach, Rammstein. Die waren jahrelang auf unserer Liste. Endlich konnten wir sie dieses Jahr das erste Mal buchen.


Was sind deine Highlights im diesjährigen Programm?

Rammstein natürlich, darüber hinaus freue ich mich auf Five Finger Death Punch, Gojira, die immer gut sind, und Sabaton, bei denen gibt es immer eine Party. Sie werden am Sonntag auf der Mainstage 2 zumachen. Außerdem freue ich mich, nach vielen, vielen Jahren das erste Mal auf dem GRASPOP Deep Purple zu sehen. Sie dürfen auf der langen Liste an Bands, die auf dem GRASPOP METAL MEETING gespielt haben, einfach nicht fehlen.


Was habt ihr aus der letzten Inkarnation gelernt, und was verbessert ihr nun in diesem Jahr?

Nach dem letzten Festival haben wir dieses ausgewertet und versuchen, uns zu verbessern. Wir werden das Parken für Busse und Autos sowie Meeting Points besser machen als letztes Jahr. Wir hatten letztes Jahr vor dem Festival große Probleme mit Wasser, deshalb konnten wir unsere Parkplätze nicht nutzen. Das haben wir verbessert, damit diese Probleme nicht wieder auftreten. Darüber hinaus wird es keine großen Veränderungen geben. Alles läuft gut, trotzdem ändern wir immer Kleinigkeiten an der Infrastruktur, um das Festival schöner und besser zu machen.

 

Warum ist es bei euch nicht erlaubt, neben seinem Zelt zu parken?

Das wird hier in Belgien von den lokalen Behörden und der Feuerwehr verboten.

Neben der Musik gibt es auch einige andere Jahrmarktsattraktionen auf dem Festivalground. Ist das heutzutage notwendig, um sich von anderen Festivals abzusetzen?

Jedes Festival heutzutage bietet mehr als zwölf Bands auf einer Bühne, Festivals entwickeln sich, und wir müssen uns auch jedes Jahr verändern. Ein Festival ist eine allumfassende Erfahrung. Du bist für vier Tage dort, also müssen nicht nur die Bands Spitzenklasse sein.

 

Gibt es Alternativen zum Zelten – für Besucher, die mehr Komfort haben möchten?

Neben dem normalen Camping bietet das GRASPOP METAL MEETING noch weitere Möglichkeiten der Übernachtung. Die Bungalows im Metal Park, 15 Kilometer vom Festivalgelände entfernt, sind zum Zeitpunkt der Veröffentlichung dieser Ausgabe bereits ausverkauft. Außerdem bietet das GRASPOP die Möglichkeit, in der Metal Town, eineinhalb Kilometer vom Gelände entfernt, ein Festihut (579,- Euro für zwei Personen oder 649,- Euro für vier Personen), eine Festicabin (640,- Euro für zwei Personen) oder schlicht einen Platz für das Wohnmobil anzumieten. Oder man kann sich kostenfrei auf dem Boneyard niederlassen. Dort kostet das Camping mit Zelt und Zubehör nichts, für Schnickschnack wie Sanitäranlagen muss man jedoch noch mal Taler hinlegen.

 

Welche Attraktionen werden abseits des hochkarätigen Billings geboten?

Neben den fünf Bühnen bietet das GRASPOP METAL MEETING in seinem Festivalpark noch weitere Areale. Da Metal-Märkte und Signing-Sessions mittlerweile Standard sind, fährt das GRASPOP noch mit Kirmes-Attraktionen wie Autoscooter und Riesenrad auf.

 

Wer eine Karte möchte, muss sich entscheiden. Zum einen gibt es reguläre Festivaltickets für das gesamte Wochenende (195,- Euro) oder Karten für Einzeltage (je 95,- Euro). Darüber hinaus gibt es noch spezielle VIP-Tickets, mit denen man Zugang zu einem VIP-Corner bekommt und seine Auto im VIP-Parking abstellen kann. Hier gibt es momentan aber nur noch Karten für Samstag und Sonntag (für je 149,- Euro). Der Besucher hat also die Qual der Wahl. Insgesamt bietet das GRASPOP METAL MEETING so das Rundum-sorglos-Paket für den (wohlhabenden) Metalhead. Nach oben sind keine Grenzen gesetzt, von der basischen Metal-Erfahrung mit Zelt und Bands bis hin zum Action-Urlaub mit Musikuntermalung ist hier alles möglich.

Manuel Stein

www.Graspop.be