Live

BRUTAL ASSAULT

08.-11.08. CZ-Josefov, Fortress

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Der August wirft schon seinen langen Schatten voraus. Ein ganz besonderes Festival ist das in der Festung Josefov in der Tschechischen Republik dieses Jahr zum 23. Mal stattfindende BRUTAL ASSAULT. Es treten eine Menge Bands unterschiedlicher harter Spielrichtungen auf, die die Festung beben lassen. Aus diesem Anlass beantwortete uns Tomáš Fiala unsere Fragen zu den Hintergründen.

 

Das BRUTAL ASSAULT findet dieses Jahr zum 23. Mal statt. Wie stolz bist du darauf, dass ihr immer noch ein großes Festival mit einer langen Tradition seid?

Wir sind stolz darauf, dass wir immer noch überleben und derselben Idee, die das Festival ausmacht, folgen. Uns geht es um die ganze Bandbreite harter Musik und nicht um Mainstream. Es hat sich alles natürlich entwickelt. Die Fehler wurden verbessert. Ich bin glücklich darüber, dass wir unseren Spirit aus den Anfangstagen immer noch haben, und dass das Festival einen guten Namen hat und für Underground-Bands interessant ist. 

 

Das Festival findet in der wunderschönen Festung Josefov statt. Habt ihr jemals daran gedacht, euch eine größere Location zu suchen, da nur 15.000 Besucher teilnehmen können?

Nein, denn dann würden wir einen Teil der Magie verlieren, und sie ist für uns fast schon heilig. Dieser Spirit, der der Festung innewohnt, ist besonders. Deswegen ist es uns wichtig, ein ausverkauftes Event zu haben und somit das bestmögliche Erlebnis für die Fans bieten zu können. Das ist unser Weg, und wir hoffen, nie aus der Festung raus zu müssen. Ich möchte nicht, dass wir ein langweiliges „Flughafen-Festival“ werden.

 

Was war der bisher größte Act, und wen würdet ihr gerne mal verpflichten?

Die bisher größten Acts waren Motörhead und Slayer. Danzig ist für dieses Jahr top, da er lange nicht mehr in Europa war und Kultstatus genießt. Seine Alben aus den 1990er Jahren sind Meisterwerke von Power und Härte. Es wird sicher super, ihn live zum ersten Mal hier zu sehen. Richtig große Namen können wir uns nicht wirklich leisten, da es unsere Philosophie ist, das ganze Line-Up voll von großartigen Bands zu haben. Wir könnten natürlich einen Riesen-Act haben. Aber dann bestünde der Rest des Billings nur aus Lückenfüllern. Wir sind aber ein Musikfestival und wollen die Leute bestmöglich unterhalten. Das ist unser Weg.

 

Wie schwierig ist es, 130 Bands verteilt auf fünf Bühnen in vier Tagen plus 15.000 Fans zu managen?

Das ist natürlich schwierig, aber nach so vielen Jahren sind wir in der Organisation gut aufgestellt. Ich bin froh darüber, dass ich einen großen Stab an Leuten habe. Der innere Zirkel der Orga besteht aus zehn Leuten, und wenn ich alle Helfer auf dem Festival zählen müsste, käme ich auf ungefähr 600 Menschen. Es gibt keine Extrazone, sodass die Bands mit ihren Crews über die Bühnen laufen, und alles geht seinen friedlichen Gang. Das macht es auch einzigartig.

 

Es kommen eine Menge Leute aus ganz Europa. Wie sind ihre Reaktionen auf das Festival und die Umgebung?

Überwältigend. Die Leute lieben die Festung, Umgebung, Josefov und eigentlich alles. In unserer Historie hatten wir auch Dinge, die schlecht liefen, wie Warteschlangen von drei Stunden und eine Menge Fettnäpfchen, in die wir getreten sind. Aber die Leute haben immer gesehen, was wir wollten, und dass wir uns größte Mühe gegeben haben. Selbst unsere Fehler haben sie uns verziehen. Danach haben wir aus den Fehlern gelernt. Und jedes Jahr sehen wir Leute, die im nächsten Jahr mit mehr Leuten kommen. Die Richtung stimmt also.

 

Das ganze Festival ist bargeldfrei. Wann habt ihr das entschieden, und was sind die Argumente dafür/dagegen aus deiner Sicht?

Wir sind jetzt im zweiten Jahr bargeldlos, dieses Jahr zum ersten Mal komplett. Es gibt viele Gründe dafür, aber zwei sind mir besonders wichtig: Es spart Zeit und macht die Dinge für die Leute einfacher. Du brauchst kein Geld, Du hast keine übrig gebliebenen Bons, und es funktioniert einwandfrei. Im ersten Jahr war es ein wenig hektisch, aber wir haben es gemanagt und ernten jetzt die Früchte. Die Festivalbesucher lieben es und haben es als zuverlässiges System kennengelernt. Ich weiß, dass ihr Deutschen nicht so hundertprozentig vom bargeldlosen Zahlen überzeugt seid, aber glaubt mir, es funktioniert gut.

 

Wie wichtig ist es dir, das nach dem Masters Of Rock das wichtigste Festival der Tschechischen Republik zu veranstalten?

Wir sind anders. Masters Of Rock ist eher für Tschechen, und es gibt mehr Mainstream-Metal, während wir abwechslungsreicher sind. Dieser Abwechslungsreichtum zieht Leute von überall an, die die Musik genauso fühlen. 70% unserer Besucher kommen aus dem Ausland. Wir haben internationalen Metal-Spirit und keinen provinziellen Geist. Das macht mich wahnsinnig stolz.

 

Wie reagieren die Leute in deinem Heimatland auf das BRUTAL ASSAULT?

Ich hoffe, dass sie sich dem Festival zugehörig fühlen. Sie lieben es, und ich hoffe mal, dass sie auch stolz darauf sind. Ein Beweis ist der gute Absatz von Festival-Merchandise, mit dem man sich identifiziert und nach außen darstellt. Genau das passiert.

 

Kannst du uns erklären, warum jemand aus Deutschland zum BRUTAL ASSAULT kommen sollte?

Sicher gibt es überragende Festivals in Deutschland, aber ich gebe mal ein paar Argumente: Ich weiß, es ist ein allseits bekanntes Vorurteil, aber wir haben großartiges Bier zu einem Preis, den man in Deutschland nie sehen würde. Die Location ist großartig sowie das Festival. Das BRUTAL ASSAULT ist insgesamt eine Welt für sich. Am Ende werdet Ihr gute Erinnerungen an gute Musik, Atmosphäre und nicht zuletzt an die Festung haben. Wir legen auch Wert auf die lukullischen Köstlichkeiten, sodass es auch ein gastronomisches Erlebnis ist, mit beispielsweise auch veganem Essen. Unser Soundsystem ist sehr gut, und wir achten sehr auf gepflegte Räumlichkeiten wie Sanitäranlagen, sodass die Leute ein Komplett-Erlebnis haben.

 

Michael ´Schumi´ Schumacher

www.brutalassault.cz/de

 

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