LEGACY - The Voice from the Darkside

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Dennis Piller (DEN)

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ARMA GATHAS „Dead To This World“

Wednesday, 28 April 2010 00:00 Published in A-Z

Gegen Ende 2006 vom damaligen Cataract-Gitarristen Simon Füllemann als Projekt zur Verwirklichung seiner musikalischen Ideen gegründet, entwickelten sich ARMA GATHAS schnell zu einer vollwertigen Band. Bezeichnend war hierbei die Verpflichtung des ehemaligen Born From Pain-Sängers Ché Snelting. Wenig später stießen auch Machinemade God-Gitarrist Marc Niedersberg und Drum-Wunderkind Max van Winkelhof (Ex-Disloyal) zur Band, ehe im vergangenen Januar Bassist Alex „Lahnsteiner“ Härtel seinen Posten einnahm. Ein Vertrag mit Metal Blade Records war ebenfalls schnell in trockene Tücher gebracht – und das Debütalbum „Dead To This World“ veröffentlichungsreif. Mit seiner unverkennbaren Stimme bringt Ché die erste Abrissbirne ´The Riss And Fall´ auf richtigen Kurs, beeindruckt mit seinen in die Länge gezogenen Growls und Shouts, die sich wie ein roter Faden durch das gesamte Album ziehen und den einzelnen Songs auf besondere Art und Weise Stimmung einhauchen. ´The Damage Done´ zeugt bis zu einem gewissen Grad davon, dass ARMA GATHAS neben thrashenden Riffs auch eine ordentliche Portion Hardcore geatmet haben, die sich immer wieder in Gruppenshouts manifestiert. Und wo die vorangegangenen Tracks vor Aggressivität nur so strotzen, sorgt das Interlude ´Liberate Me´ für eine kleine Verschnaufpause und staut Energie für die zweite Hälfte der insgesamt 13 Tracks starken Langrille an, ehe das Quintett mit ´Depopulation´ sofort wieder die Keule auspackt. Möchte man seine Kauleiste vor den Rundumschlagen ARMA GATHAS in Sicherheit bringen, muss man der Anlage den Stecker ziehen, denn: Dieser kraftvolle Stil-Cocktail verschont keinen. Tracks à la ´Generation Doom´ stellen nicht nur eindrucksvoll unter Beweis, dass Schlagzeuger Max seinen exzellenten Ruf nicht umsonst hat, sondern zeugen auch von den immensen songwriterischen Fähigkeiten der Band. Nach ´Constant Hunt For Blood´ und dem Rausschmeißer ´Our Last Goodbye – Our Final Breath´ besteht kein Zweifel mehr an der Klasse des Metal Blade-Acts. Wer sich knappe 40 Minuten lang den Kopf abschrauben lassen möchte, sollte unbedingt zu „Dead To This World“ greifen!

 

 

ARISE „The Reckoning“

Wednesday, 28 April 2010 00:00 Published in A-Z

Knappe vier Jahre Jahre herrschte komplette Ruhe um die todesbleiernen Schweden von ARISE, ehe sie sich mit einem neuen Langeisen, das sie schlicht auf den Namen „The Reckoning“ tauften, wieder in den Sattel setzten. Bekannt dürften von den Skandinaviern vor allem die beiden Demos „Statues“ und „Resurrection“ aus früheren Schaffenstagen sowie der 2003 erschienene Langspieler „Kings Of A Cloned Generation“ sein, die in gut informierten Kreisen beinahe schon Kultstatus genießen. Was danach kam, konnte nur noch sehr geteilte Presse-Reaktionen einfahren. Mit dem aktuellen Output wollen die Schweden nun zeigen, dass immer noch mit ihnen zu rechnen ist und sie trotz einiger Besetzungswechsel und interner Probleme immer noch nicht am Ende sind. Regain Records schienen ähnlicher Meinung zu sein und gaben der Band schließlich eine neue Label-Heimat. Ob sie sich damit wirklich einen Gefallen getan haben, lässt sich mit „The Reckoning“ noch nicht abschließend beantworten. Zwar wird vom ersten Song an erbarmungslos nach vorne geprescht, aber den Hörer dürfte es trotzdem nur schwerlich vom Hocker reißen. Die Mannen beherrschen ihr Handwerk zweifelsfrei, und auch die Arbeit Patsys (Gesang), Sternbergs (Gitarre) und Kai Ls (Bass), die auf dieser Platte ihr ARISE-Debüt feiern dürfen, bietet keinen Grund zum Meckern. Das Gesamtbild wird viel eher durch schon zu oft gehörte Riffs (´No Memory Of Light´) und das allgemeine Fehlen eigenständiger Denkanstöße ins Wanken gebracht. Es ist immerhin nicht so, dass „The Reckoning“ nicht auch mit ein paar starken Nummern auffahren könnte, die das ganze Potenzial der Band vermuten lassen. ´Blindead´, ´They Are Coming For You´ (im Chorus ist Dark Tranquillitys Mikael Stanne zu hören) oder das rhythmusstarke ´Pitch Black´ zeigen, wo der Hammer hängt und machen definitiv Lust auf mehr. Die kann aber im Folgenden nicht gestillt werden – der Titelsong ist dabei exemplarisch für den gesamten Silberling. Im Prinzip ist das alles ganz nett; aber „ganz nett“ reichte leider noch nie aus, wenn man nichts Neues brachte. Und weil auch vielversprechende Titel wie „The Fury“ keine Krallen ausfahren können, bleibt letztendlich ein Gesamteindruck, der weit unter den eigentlichen musikalischen und technischen Möglichkeiten liegt und definitiv kein Bild über die Erfahrung der beteiligten Musiker abgibt. Mit beiden Augen zugedrückt kann man „The Reckoning“ noch ein paar gute Ansätze und Parts attestieren – dass letztendlich nicht mehr daraus wurde, mag bei den internen Problemen und angesprochenen Besetzungswechseln erstmal nicht verwundern. Für den nächsten Output besinnen sich ARISE hoffentlich auf ihre Wurzeln zurück und bringen den Mut auf, eigenständiger und experimentierfreudiger zu agieren. Dann dürfen wir auch gespannt sein.

 

 

ALIBI FOR A MURDER „A Moment Of Annihilation“

Wednesday, 28 April 2010 00:00 Published in Archiv A-Z

ALIBI FOR A MURDER haben sich 2005 in Warendorf, einer Kleinstadt nahe Münster, aus dem Boden gestampft und zum Ziel gesetzt, die Republik mit ihrer, nach eigenen Worten, modernen Mischung aus Death- und Thrash Metal wachzurütteln. Im Grunde genommen, tendiert das Ganze schwerstens in Richtung DeathCore – allerdings nicht zum Nachteil der jungen Westfalener, die sich derzeit über den Release ihres Erstlingswerks „A Moment Of Annihilation“ freuen dürfen. Die Bläser und Streicher beim Intro ´807 A.D.´ schicken den Hörer erstmal auf eine falsche Fährte, auf der er mit dem nachfolgenden ´All Hail The King´ ein böses Erwachen erlebt. Die extrem dichte Sound-Wand im Hintergrund, hervorgerufen durch die Gitarrenarbeit von Hüsyub Yildiz, und die ausgewogene Mischung aus handfesten Growls und schmetterndem Gekeife, rufen sachte Erinnerungen an Neaera wach, die sich auch die nächsten Songs über halten sollen. Negativ ist das zu keiner Sekunde, da man ALIBI FOR A MURDER ein großer Maß an Eigenständigkeit nicht absprechen kann und will. Der Core-Gehalt von „A Moment Of Annihilation“ manifestiert sich vor allem im Gesang, während es der Job des Schlagzeugers Sebastian Metken zu sein scheint, durch präzises, punktgenaues und äußerst rasantes Spiel für offene Münder zu sorgen (´Blasphemia´ und ´Disgraced And Pale´). Und weil die Burschen auch was im Kopf haben, bauen sie Weichensteller wie das instrumentale Akustik-Gitarren-Stück ´... But Home Ain't Heaven Eather´ ein, ehe wieder mit Highspeed und äußerst souverän gezockt wird (´Culprit Me´, ´The Sweet Feast To Saviour´). Kurz vor dem letzten Song erklingen noch einmal die ruhigen Töne eines Interludes, ehe der fulminante Rausschmeißer ´Unleashed Dystopia´ mit im Hintergrund platzierten Keyboard aufwartet und sich zu einem der besten Tracks der gesamten Scheibe mausert. Es zeigt sich: ALIBI FOR A MURDER spielten nicht zu Unrecht schon Konzerte mit Bands wie The Black Dahlia Murder, Job For A Cowboy, Depised Icon oder Cephalic Carnage und wurden an guten Tagen teilweise heftiger abgefeiert als die Hauptacts. Die jungen Deutschen sind auf dem aufsteigenden Ast und das, so viel wird mit „A Moment Of Annihilation“ klar, vollkommen gerechtfertigt. ALIBI FOR A MURDER sagen selbst, dass sie weiterhin angestrengt an ihrer Musik arbeiten wollen. Machen sie das wirklich, werden wir dieses Quartett definitiv im Auge behalten müssen. Für Leute, die sich beim Wort „DeathCore“ nicht gleich abwenden, sind sie Pflicht – und wenn der Rest nicht aufpasst, könnte es ihm auch gefallen.

 

 

EMPYRE „Alpha Versus Omega“

Wednesday, 28 April 2010 00:00 Published in Eigenproduktionen

1999 in Niederösterreich gegründet, waren EMPYRE neben der Veröffentlichung zweier Demos („Demo 2001“ und „Split Demo 2002“) außerdem mit dem emsigen Austauschen ihrer Mitglieder beschäftigt, ehe das Line-Up für das Debütalbum „Alpha Versus Omega“ endlich in trockenen Tüchern war. Was im ersten Moment wie ein bunt zusammengewürfelter Haufen an Stilen anmutet, entwickelt sich im Laufe der insgesamt acht Songs zu einer ausgewogenen Mischung selbiger. Das Epik versprühende Intro ´Into A Sub-Human State´ bereitet nur unzureichend auf das Riff-Feuerwerk vor, dem sich der Hörer schon beim nächsten Track, ´Beneath The Concrete´, konfrontiert sieht. Wo hierbei die Stärken klar im tollen Refrain liegen, wartet der Titelsong ´Alpha Versus Omega´ mit überraschend melodischen Gitarren und lustvoll inszenierten Soli auf. Stellvertretend für den beachtlichen Drive, den EMPYRE auf den Silberling zaubern, sollte ´Re-Arrangement Of Derangement´ genannt werden, ehe mit ´He Who Saw The Deep´ Riff-Monster aus Schweden importiert werden. Wo die Österreicher dann schon dabei sind, nehmen sie sich auch noch eine bitterböse Black Metal-Brise aus Norwegen mit, die den letzten Song ´The Machine´ in tiefstes Schwarz färbt. Die fünf Männer beweisen mit „Alpha Versus Omega“ eindrucksvoll, dass eine gute Produktion kein riesiges Budget benötigt und dass man mit etwas Glück und viel Arbeit auch eine gut funktionierende Schnittstelle aus heftigem Death- und kantigem Black Metal kreieren kann. EMPYRE schaffen es vollkommen problemlos zum ersten Mal über die volle Länge, lassen die Spielzeit von knapp 40 Minuten wie im Fluge verstreichen. Empfehlenswert ist „Alpha Versus Omega“ für alle Underground-Durchforster, aber auch jene, die eine gut arbeitende Mischung aus Black- und Death Metal zu schätzen wissen. Das Album kann für 12,- Euro über www.myspace.com/empyre1999 geordert werden.

 

 

 

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