LEGACY - The Voice from the Darkside

Switch to desktop

Chalina Lüning (CL)

Chalina Lüning (CL)

Website URL:

Timor Et Tremor

Tuesday, 28 August 2012 19:50 Published in Aktuelle Interviews

Metal, Mystik und Melodie

Lange Zeit waren TIMOR ET TREMOR nur im Internet präsent, mit ihrem neuen Silberling geben sie sich nun die Ehre, auch vom gemeinen Volke die ihnen zustehende Aufmerksamkeit zu bekommen. „Chattic Black Metal“ mag nicht jedem ein geläufiger Begriff sein, denn die vier Jungs aus dem Kasseler Raum bezeichnen ihre Musik danach und ehren somit den vor hunderten von Jahren existierenden germanischen Stamm, der in Nordwesthessen – und somit der Heimat von TIMOR ET TREMOR – wurzelte: rau, druckvoll, rasend und doch episch und verzaubernd.

Die Band liefert mit ihrem neuen Album „Upon Bleak Grey Fields“ nach drei Online-Veröffentlichungen den ersten Silberling ab. Da wird es Zeit, dass die Truppe samt Klangwerk mal vorgestellt wird. Sänger Hendrik gibt uns die Ehre. Sachlich und auf den Punkt kommend antwortet er uns auf die vielen Fragen, die wir ihm stellen. Folglich beginnen wir mit der Bandentstehung: „TIMOR ET TREMOR wurden 2005 von Jan gegründet, nachdem er bei Twilight Prophecies ausgestiegen war, wo Marco (Gitarre) und ich zu dem Zeitpunkt noch aktiv waren. Der Wunsch, Black Metal zu machen, war aber bereits weit vorher vorhanden. Von der ursprünglichen Besetzung ist nur noch Jan (Schlagzeug) übrig. Nachdem relativ kurze Zeit nach Bandgründung alle anderen ausgestiegen waren, kamen erst Marco und dann ich dazu, und so blieb es dann auch erst einmal ein paar Jahre, bis 2009 Martin als zweiter Gitarrist dazu gestoßen ist. Seitdem ist die Besetzung stabil.“ Während der Hype um die Viking- und Pagan Metal-Szene entflammte, blieben die jungen TIMOR ET TREMOR standhaft ihrem eigenen Stil treu und erschufen einen Musikstil fernab des Schubladendenkens. Die vier Hessen kreierten einen Stil, der sachte an Pagan kratzt, sich mit Black Metal vereint und sich schlussendlich zu einem rauen Meer aus mystischen, atmosphärischen und derben Klängen ergießt. Wenn es um die Aufgaben innerhalb der Band geht, ist Hendrik demokratisch: „Songwriting und Composing übernehmen in der Regel alle gemeinsam bei uns im Proberaum. Irgendwer bringt eine Idee mit, und alle arbeiten daran und bringen sich ein, bis ein Song daraus wird - oder oft genug auch nicht! Bei uns ist das eher ein fließender Prozess. In unseren Texten gibt es einen roten Faden, welcher sich immer in einer Art und Weise um Naturmystik und die dunklen Seiten der menschlichen Existenz dreht. Wir haben nichtsdestotrotz auch ein, zwei Ausflüge in die Geschichte gemacht. Beispielsweise mit dem Song ‚Varus’, der sich auf unserem ersten Album „My Oaken Chest“ befindet.“

Liebhaber der Naturmystik

Natürlich wird die Band immer wieder vor der Frage stehen, warum sie sich den Begriff „Chattic Black Metal“ für ihren Musikstil ausgesucht haben. „Chattic Black Metal ist für uns die Symbiose aus düsterer Atmosphäre und Melodie, gepaart mit den Einflüssen der Gegend um uns herum und der Mystik, die uns umgibt. Eben unsere Vision von Black Metal. Natürlich steckt einiges mehr dahinter, als man in diesem Rahmen verdeutlichen könnte.“ Mit dem neuen Album „Upon Bleak Grey Fields“ standen TIMOR ET TREMOR zum ersten Male im Studio. „In erster Linie war unsere erste Studioerfahrung arschkalt. Selbst der Kaffee in der Maschine ist eingefroren. Abseits der klimatischen Rahmenbedingungen im Harz hat die Arbeit mit Torsten im Metal Sound Studio wirklich Spaß gemacht, auch wenn wir ein straffes Programm hatten, da nur eine Woche Zeit für die Aufnahmen war. Er hat sich ausgezeichnet auf unseren Stil eingestellt und einen sehr guten Job gemacht. Und mal eine Woche nur mit der Band und dem Songmaterial zu tun zu haben, war eine super Erfahrung! Wenn ich zurückblicke und das neue Album mit den beiden Online-Veröffentlichungen vergleichen soll, dann ist ein erster Gedanke, dass nun zum ersten Mal Martins Ideen in das Songwriting mit eingeflossen sind, was die Songs von „Upon Bleak Grey Fields“ um eine Ebene bereichert. Zudem haben wir uns auch alle musikalisch weiterentwickelt, was sich natürlich im neuen Album widerspiegelt.“

Ausbleibende Freiluftauftritte

Das vorherige Album „My Oaken Chest“, das Demo „The Winding Path“ und die EP „Towards The Shores Of Light“ wurden bisher nur  im Internet für lau veröffentlicht und von den Bandmitgliedern in der heimischen Klangschmiede produziert. Somit haben sich auf dem neuen Werk die Klangqualität und der (Werbe-)Status auf dem musikalischen Markt für die Band deutlich verbessert. Zudem gibt es noch ein paar heitere Schmankerl auf dem neuen Album. Schunkelwütige werden sie sofort erkennen! Da möchte man doch wirklich mal wissen, wann es die Herren denn mal auf Tour bzw. auf ein Festival verschlägt. „Tja, eine Tour wäre natürlich eine tolle Sache, aber bisher gibt es leider keine Angebote oder Gelegenheiten dazu. Es ist mitunter wirklich schwierig geworden, als Band noch auf die Bühne zu kommen, besonders wenn man im Black Metal beheimatet ist. Eine Entwicklung, die uns sehr missfällt. Im Moment läuft noch unsere Bewerbungsoffensive, was Festivals angeht, aber vermutlich wird es erst nächstes Jahr dazu kommen, dass wir mal unter freien Himmel zu hören sind. Privat ist der eine oder andere von uns natürlich auf den Sommerfestivals anzutreffen.“ Unverständlich, dass die Band unbekannt erscheint, wo sie doch auf Internet-Plattformen schon diverse Referenzen eingeheimst haben. Wenn es vorher mit dem Marketing nicht so gut geklappt hat, so wird es mit „Upon Bleak Grey Fields“ sicherlich besser werden.

Im Moment sind die vier Schwarzmetaller ordentlich am Planen, auch wenn die Festivalsaison ohne TIMOR ET TREMOR vonstatten geht. „Im Moment versuchen wir, ein paar Gigs zu spielen, und natürlich hat auch das Songwriting für das nächste Album schon wieder begonnen.“ Eifrig sind sie ja und konzentrieren sich nebenbei nicht auf andere Bandprojekte – was bei der knapp bemessenen Freizeit der Bandmitglieder kein Wunder ist. Auf die Frage hin, was sie persönlich mit ihrer Musik, dem Chattic Black Metal verbinden, geht Hendrik kurz in sich und antwortet dann: „Vermutlich am ehesten die Freiheit, die Musik zu machen, die uns gefällt und Dinge die uns bewegen, musikalisch zu verwirklichen.“

Betonte Demokratie

Musik entsteht aus Emotionen, welche Philosophie versteckt sich hinter TIMOR ET TREMOR? „Zumindest keine, die in Stein gemeißelt ist. Wir versuchen, Klischees zu vermeiden und werden uns nicht verbiegen. Entscheidungen, gleich welcher Natur, werden demokratisch getroffen. Ich denke, das könnte man am ehesten als unsere Philosophie zusammenfassen.“ Auf ihrer Homepage betonen die Vier unter dem Titel „Statement“, dass sie sich von allen Ideologien und politischen Richtungen distanzieren. Leider ist dies heutzutage nötig, da noch viele Blindgänger im Black Metal (und nicht nur dort) unterwegs sind. Etwas, was wirklich nicht sein muss. TIMOR ET TREMOR haben viele musikalische Einflüsse, wie sie selber sagen. Sicherlich finden sich bei jeder Band Parallelen zu anderen Musikern oder dem bestimmten Stil einer Band. „Helden im Musikbusiness haben wir nicht, aber es gibt Künstler die den einen oder anderen von uns inspirieren. Ich als Sänger bin zum Beispiel sehr beeindruckt von Mortuus und seiner Leistung bei Funeral Mist und Marduk.“ Hendrik darf nicht nur von ihm beeindruckt sein, sondern sich auch stimmlich mit dem Herrn Mortuus messen, denn mit „Upon Bleak Grey Fields“ bringt der Sänger von TIMOR ET TREMOR eine Glanzleistung zustande.

Privat ist die Band sehr tolerant, was die Musikgeschmäcker der Bandkollegen angeht: „Da gehen die Welten teils sehr weit auseinander. Generell mögen wir logischerweise alle irgendwie Black Metal, aber wohl jeder ein anderes Subgenre. Aber auch abseits des Black Metal gibt es Sachen, die der eine oder andere von uns mag. Da sind wir sehr verschieden.“ Gut so, denn sonst wäre dieser interessante Stil Chattic Black Metal niemals entstanden. Hendrik bedankt sich höflich für das Interview und beendet es  passend mit dem Leitsatz der Band: „Yet to arise, never to surrender.“

MAGIE DER BERGWELT – MIT PANFLÖTENKLÄNGEN

Saturday, 01 September 2012 00:02 Published in Movies

Wer einen 3D-kompatiblen Fernseher besitzt und sich von unbeschreiblich schöner Natur fesseln lassen möchte, muss unbedingt auf dieses Exemplar der Dokumentarfilmwelt zurückgreifen. Wenn nicht, ist es kein Drama, und doch entgeht einem ein gewaltiges Erlebnis. „Magie der Bergwelt – mit Panflötenklängen“ bietet dem Zuschauer alles, was an einem Tag der Entspannung gut tut: die faszinierende Bergwelt Österreichs, ihre Seen und Wälder, der Krimml-Wasserfall sowie zahlreiche Tropfsteinhöhlen. Die zauberhafte Musik von Szabolcs Kövi unterstreicht die majestätische Atmosphäre. Einigen Zuschauern wird sicherlich der eine oder andere Kommentar zu den jeweiligen Orten fehlen, die einem präsentiert werden. Trotzdem lohnt es sich in „Magie der Bergwelt – mit Panflötenklängen“ hineinzuschauen; man bekommt für alle Sinne ein fabelhaftes Fünf-Gänge-Menü serviert. Im Bann der Bildgewalt. Meditativ, wunderschön – egal ob in 2D oder 3D. 

 

Extras: 2D- sowie 3D-Version

 

 

 

THAI BOX FIGHTER

Friday, 31 August 2012 22:57 Published in Movies

Ganz „Rocky“-like kommt der Film daher und zeigt tausendfach gesehene Prügelszenen im Stil des thailändischen Muay Thai. Ahmad ist von Beruf Ingenieur und reist von seiner Heimat Katar ins ferne Thailand, um professioneller Thai-Boxer zu werden. Mit seinen Restfinanzen macht er sich auf ins fremde Land und merkt schnell, dass das Geld nicht reicht. Zudem fällt es ihm schwer, Kontakte zu knüpfen, denn Ausländer im traditionellen Muay Thai werden nicht gern gesehen. Ahmad ist am Ende, doch als er sich selbst aufgegeben hat, bekommt er eine Chance: Trainer Apidej nimmt ihn in sein Lager auf und bildet ihn zu einem echten Kämpfer aus. Nach kurzer Zeit tritt er zu professionellen Kämpfen an, doch nicht nur die faszinieren ihn. Heimlich stiehlt er sich zu illegalen Fights und lernt, was es heißt, zu verlieren. „Thai Box Fighter“ ist absolut nichts Neues im Kampfkunstgenre, aber durchaus unterhaltsam, solide und actiongeladen – für alle Dojo-Freunde und solche, die es werden wollen!

Extras: keine

 

 

 

TKKG - Haialarm im Aquapark (Folge 178)

Sunday, 05 August 2012 17:01 Published in Hörspiele

TKKG „Haialarm im Aquapark“ (Folge 178)

(Europa)

Für die nicht alternden Detektive Tim, Karl, Klößchen und Gaby gibt es keine Pause. Nachdem Gaby einen Praktikumsplatz im neuen Aquapark in der Großstadt bekommen hat, häufen sich die zwielichtigen Geschehnisse rund um den Park. Neben Attraktionen wie der großen Wildwasserbahn oder den wilden Tieren gibt es auch Verbrecher, die Aufsehen erregen. Diese wollen den neuen Park nämlich als Unterschlupf nutzen, nachdem sie ein Juweliergeschäft ausgeraubt haben. Als dann noch das Panzerglas bricht, hinter dem sich ein weißer Hai befindet, und eine ominöse Schatzkarte auftaucht, die nirgends zuzuordnen ist, ermitteln TKKG auf Hochtouren. Dabei wollten sie doch eigentlich nur einen schönen Nachmittag im Aquapark verbringen. Die momentan nur bei Tchibo erhältliche Folge der kultigen „TKKG“-Reihe geizt dieses Mal leider an Spannung und Action. Der Hai auf dem CD-Cover spielt nur eine Nebenrolle, während sich die Detektive auf die Verbrecher stürzen und den versteckten Schatz suchen. Wer gute Unterhaltung und tolle Dialoge mag, greift bei diesem mittelmäßig spannenden Fall besser nicht zu. Wer jedoch auf Freizeitparkatmosphäre steht – und das ist in dieser Folge durchaus gelungen – darf seine Lauscher gern einmal aufstellen. (CL)

 

(c) 2012 www.legacy.de

Top Desktop version