LEGACY - The Voice from the Darkside

Switch to desktop

Saturday, 28 July 2012 00:00

 

PARANOID ANDROID „No Way Out“

Written by 
Rate this item
(0 votes)
 



Additional Info


Bewertung: 10


Label: (Echozone/Bob-Media)
Band-Website: Band-Webseite
erschienen in Ausgabe Nr.: 079
PARANOID ANDROID „No Way Out“

Einer Mischung aus Electro und Wave hat sich das Trio PARANOID ANDROID verschrieben. Wobei neben einem Sänger/Gitarristen und dem Keyborder/Programmierer auch ein Laptop aus Drummer und Bassist mitgezählt werden. So nebensächlich das klingt, verrät es doch schon viel über den Sound. Das Wechselspiel zwischen den programmierten präzisen Beats und Basslinien und den mit deutlich mehr menschlichen Freiheitsgraden eingespielten übrigen Instrumenten gibt den Songs eine ganz eigene Note, die irgendwo zwischen Live-Musik, frühem Wave Pop und Demo pendelt. Der Gesang hingegen hat oft noch Schwierigkeiten; gerade im Opener ‚Easy‘ und im Refrain von ‚Pain‘ schwankt er in den Refrains deutlich. Mit dem Sprechgesang von ‚Hunter And Prey‘ kommt der Sänger besser zurecht, hier stimmen dann die Beats, Gitarren und Gesang und zeigen das Potential der Band. Schön auch die flotte Gangart und die Abwechslung, die durch kleine Brüche aufrecht erhalten wird. Im Titelstück ‚No Way Out‘ darf dann die Gitarre unangenehm weit nach vorne und schrammelt alles kaputt. Interessant ist ‚In Trance‘, bei dem besonders der Gesang, aber auch sonst einiges an Poesie Noire erinnert. So wechselt das Album immer wieder zwischen Licht und Schatten, zwischen charmantem Retro-Wave und unfertigem Demo, und am Ende hat man eine Mischung aus vielen Stilen und Ideen, die den Wave-Sound der zweiten Hälfte der 80er geprägt haben, vor sich. Vielleicht brauchen PARANOID ANDROID noch ein wenig Zeit, ihren eigenen Stil präziser herauszuarbeiten, aber bis dahin ist „No Way Out“ schon mal ein solides Lebenszeichen.

 

 

 

 

(c) 2012 www.legacy.de

Top Desktop version