Natürlich gibt es auch einen passenden Namen für das, was FIVE ((0)) auf ihrem Debütalbum veranstalten. Dieser müsste Alternative Rock lauten – und zwar nicht der zeitgemäße, heute von vielen Bands praktizierte, sondern eher die Richtung die Mitte der Neunziger aktuell war. Dies sind aber nicht die einzigen Einflüsse auf „There Is A Name For Everything“; so wildern die Franzosen auch durchs Grunge-Unterholz, und viele Passagen erinnern an Alice In Chains, Pearl Jam oder Soundgarden. Wo Lieder wie 'Coffin Cruiser', 'A Moment In Time' oder 'Dynamite Glove' noch mit Groove und einer packenden Melodie überzeugen, finden sich auch Songs, die qualitativ stark abfallen. 'Foursquare' oder 'A Split Second' seien als Beispiele genannt. Sie bleiben nicht im Ohr, rauschen vorbei und sind vollkommen austauschbar. Trotz einiger wirklich guter Lieder bleibt „There Is A Name For Everything“ durchwachsen. Dies liegt nicht zuletzt daran, dass es nicht wirklich viele Momente auf „There Is A Name For Everything“ gibt, die im Gedächtnis bleiben. Alles ist nett, alles wurde aber vor gut zwanzig Jahren schon einmal dargeboten. Für die nächsten Veröffentlichungen sollten FIVE ((0)) ein bisschen eigenständiger agieren und sich nicht nur bei ihren Vorbildern bedienen. www.myspace.com/fiveotheband.
