LEGACY - The Voice from the Darkside

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28 Feb

ANDREA JAECKEL-DOBSCHAT & CARSTEN DOBSCHAT „J.B.O. - Biographie des Blödsinns“

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Ganz im Trend der Band-Memoiren liegen auch J.B.O. mit ihrer offiziellen „Biographie des Blödsinns“. Leider sind jetzt J.B.O. nicht die Band, von der sich der gemeine Rockmusik-Konsument aus lauter Leselust eine Biographie zulegt und von der man spannende Geschichten erwartet. Aber sie haben auch Fans jenseits der 14, denen die Band so viel bedeutet, dass sie es lohnenswert finden, deren Lebensgeschichte zu Papier zu bringen. Andrea Jaeckel-Dobschat und Carsten Dobschat leiten den Fanclub der Band und folgen den Erlangern auf Schritt und Tritt auf ihren Fun Metal-Touren. Der Einband der 208 Seiten polarisiert in J.B.O.-Pink, im Inneren aber herrscht graue Tristesse, denn auch die Fotos sind komplett in Schwarzweiß abgebildet, was gar nicht zum schrill bunten Image von Vito C. & Co. passt.  Leider ist der auch der Schreibstil des engagierten Ehepaar ebenso farblos, und der Lebenslauf liest sich fast wie ein Schulaufsatz zum Thema „mein schönstes Ferienerlebnis“, d.h. wenig amüsant. Viele Schachtelsätze machen es schwer, den Überblick zu behalten, und aus Kurzweil beim Lesen wird Langeweile. Zu oft verlieren sich die Autoren in Anekdötchen über Anekdötchen. Interessant ist die Auflistung aller je stattgefundenen Konzerte der Verfechter des wahren Blödsinns zum Schluss. Dass bereits 1989 das erste Konzert stattfand, war sicher den wenigstens bewusst. Hut ab an die Verfasser vor soviel Enthusiasmus, eine Biographie für eine Band zu schreiben, deren Bekanntheit nicht weit über den deutschsprachigen Raum hinausreicht. Die „Biographie des Blödsinns“ ist aber nur Die-Hard-Fans wirklich zu empfehlen. (KA)

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