LEGACY - The Voice from the Darkside

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Saturday, 28 July 2012 00:00

 

DEGIAL „Death’s Striking Wings”

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Additional Info


Bewertung: 14


Label: (Sepulchral Voice)
Band-Website: Band-Webseite
erschienen in Ausgabe Nr.: 079
DEGIAL „Death’s Striking Wings”

Meine sehr verehrten Damen und Herren: Bühne frei für das Death Metal-Album des Jahres!!! Vergesst die etablierten, alten Recken, vergesst das Gros derjenigen Formationen, die heutzutage von sich behaupten, dem Todesblei-Kult bis in letzter Konsequenz zu frönen. DEGIAL aus Schweden sind die neuen Götter! Und sie legen mit „Death`s Striking Wings“ ein Debütalbum vor, das selbst die ganz großen, einstigen Helden wie beispielsweise Morbid Angel vor Ehrfurcht erschaudern lassen dürfte: Auf dem hier zur Debatte stehenden Werk gibt`s eben keine Techno-Beats, keine Electro-Tanzereien und auch keine klinische Produktion. Hier klingt alles nach Death Metal pur, durch und durch! Doch der Reihe nach: Nach Veröffentlichung des „Awakening From Darkness“-Demos und der „Death And Darkness Buries All…“-EP ist „Death`s Striking Wings“ der fast schon wie erwartet intensive, finstere Drittschlag. Dass es DEGIAL jedoch verstehen, ein dermaßen geniales Meisterwerk abzuliefern, ist angesichts der Tatsache, dass es sich hierbei um ein Debüt handelt, nahezu beängstigend! Nach erstklassigen Veröffentlichungen von Bands wie Necros Christos, Excoriate, Drowned, Venenum, Grave Miasma oder Charon haben Sepulchral Voice mit den Schweden ihre bis dato wohl erfolgversprechendste Neuverpflichtung einer relativ jungen Band bekanntgegeben. DEGIAL zelebrieren ihren Death Metal, getreu dem Label-Motto, roh und düster, haben die Seele dieser Art Musik völlig in sich aufgesogen. Das merkt man nicht allein den Bandfotos, den besessenen Texten sowie der einschlägigen Aufmachung des CD-Booklets an, das wird einem auch auf jeder Note von „Death´s Striking Wings“ offenbar. Technisch über alle Zweifel erhaben, liefern die Skandinavier acht pechschwarze Todesblei-Messen ab, die allesamt irgendwo in der Schnittmenge zwischen vor allen Dingen Morbid Angel und uralten Deicide operieren. Die zuweilen schon sehr auffallende stilistische Nähe zu Trey Azagthoth & Co. ist es dann auch, die das einzige Manko im Konzept der Band darstellen dürfte. Doch vielleicht schafft man es zukünftig, einen etwas eigenständigeren Stil auszuarbeiten? – Die unglaubliche Vehemenz und authentisch wirkende Wurzeltreue sowie die fanatische Umsetzung dieser Musik wiegeln diesen Kritikpunkt jedoch wieder ab, so dass sich der Rezensent seit langem mal wieder genötigt sieht, für diese beste schwedische Todesblei-Veröffentlichung seit Tribulations „The Horror“ fast schon die Höchstnote zu zücken…!

 

 

(c) 2012 www.legacy.de

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