LEGACY - The Voice from the Darkside

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Björn Backes (BB)

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VIOLET GIBSON "American Circus"

Tuesday, 04 March 2014 19:01 Published in A-Z

Würden VIOLET GIBSON die angenehmen Grundvoraussetzungen ihres Bandsounds mit ein paar griffigeren Hooklines verbinden, könnte die erste Scheibe der fünf Italiener wesentlich spektakulärer sein, als sie es letzten Endes geworden ist. Der Alternative-Sound mit leicht traditioneller Neigung geht vor allem im Gitarrenbereich ziemlich flockig in die Lauscher, kann sich dort jedoch mangels entsprechender Widerhaken nicht für allzu lange Zeit halten. Das Quintett hat zwar hier und dort ein paar richtig anständige, gute Nummern in der Auswahl, doch sobald man mit Songs wie 'Forget About The Rain' und 'Game Of Sorrow' mal ein paar Minuten auf konstant hohem Niveau verbracht hat, stürzt man wieder mit plakativen Melodien ('I Wish I Could') bzw. anstrengenden Arrangements ('Parasite', 'From The Moon To Your Feet') in die zwischenzeitliche Durchschnittlichkeit ab. Insofern ist "American Circus" das Gegenextrem zu vielen Modern-Rock-Releases: Ecken und Kanten sind nämlich vorhanden, packendes Hymnenfutter jedoch leider nur abgestuft.

URITUP "Overcome"

Tuesday, 04 March 2014 18:56 Published in A-Z

Keine Trends, keine Vorgaben, einfach nur basische, moderne Rock-Musik: Die Band mit dem eigenartigen Namen URITUP verzapft auf ihrem aktuellen Longplayer feinste Alternative-Sounds mit bleibenden Widerhaken und recht flexiblen Arrangements. In der Tradition solcher Bands wie Live und mit Abstrichen auch Tool werden hier die Grooves zum Tanz gebeten und in ein fettes Mainstream-Kostüm gekleidet, welches der Band bei entsprechendem Support recht schnell einen Platz auf den größeren Bühnen sichern sollte. Die Songs sind authentisch und größtenteils originell arrangiert, die Melodien nicht mit der üblichen Penetranz ausgerüstet, die der US-Sektor seinen Radio-Rockern mit auf den Weg gibt, und wenn es darum geht, in Sachen Heaviness ein Zeichen zu setzen, können URITUP sich auch ohne weitere Probleme gegen die internationale Konkurrenz behaupten. Eigentlich ist so ziemlich alles vorbildlich, was die Truppe auf "Overcome" leistet, wenn man mal davon absieht, dass die Dynamik nicht in jedem Song so wuchtig inszeniert wird, wie es der Band insbesondere im Schlussdrittel immer wieder gelingt. Diesen grundsätzlich weniger relevanten Fakt gleichen URITUP in Songs wie 'Inteloslave' oder 'Chicago' aber wieder mit packenden Melodien und breiter Gitarrenbrust aus und präsentieren sich in der Gesamtsumme als eine der vielversprechendsten Heavy Rock-Acts der hiesigen Nachwuchsszene. Potenziell ist "Overcome" jedenfalls eine Platte, mit der sich der Durchbruch bewältigen ließe!

TOMMY JUSTICE "Setting Fire To History"

Tuesday, 04 March 2014 18:48 Published in A-Z

Kurz vor Torschluss gehen noch die letzten Bewerbungen für den besten Hard Rock-Silberteller 2012 heraus, und trotz der wirklich großen Konkurrenz im aktuellen Zyklus scheint es ganz so, als würde TOMMY JUSTICE mit seiner ersten Soloscheibe das Rennen um die Spitzenposition machen. Der britische Gitarrero bewegt sich zwar auffällig im Schatten von Alice Cooper ('Love You To Death' ist im Chorus viel zu deutlich an 'Poison') angelehnt, hat aber weitaus mehr Feuer im Hintern als der alternde Schockrocker auf seinen letzten Releases. Justice geht in den zwölf Tracks seines Debüt stellenweise richtig steil, rotzt und rockt mit deutlichem 80s-Einschlag, kommt auch um so manche gediegenere AOR-Note nicht herum und packt das gesamte Dutzend neuer Kompositionen schließlich in ein ordentliches Arena-Rock-Format, mit dem er vor einem Vierteljahrhundert sicherlich so richtig durchgebrannt wäre. "Setting Fire To History" dokumentiert entgegengesetzt aber, wie zeitlos klassischer Hard Rock sein kann, wenn man ihm nur die entsprechende Energie spendet. TOMMY JUSTICE und sein Begleitteam haben jedenfalls das Zeug dazu, mit ihrer zügellosen Power einen Flächenbrand zu erzeugen.

THE LAST VEGAS "Bad Decisions"

Tuesday, 04 March 2014 16:10 Published in A-Z

Eine Prise AC/DC, ein Schuss Mötley Crüe, dazu noch ein paar Einflüsse aus der Hollywood-Szene, und fertig ist die nächste heiße Mischung altbekannter Zutaten. THE LAST VEGAS sind definitiv kein Act, der auf Originalität und kompositorische Frische pocht, dafür aber mit den vertrauten Elementen eine ganze Menge anzufangen weiß. Auf "Bad Decisions" bewegt sich die Truppe immerzu in der Schnittmenge aus Glam- und Classic Rock vorwärts, zitiert gerne mal die Superstar-Acts, vernachlässigt aber auch nicht die Ecken und Kanten. "Bad Decisions" ist trotz der zahlreichen Parallelen nämlich immer noch eine sehr puristische, melodische und weitestgehend einprägsame Rock'n'Roll-Scheibe, die sich durch einen sehr angenehmen Drive und eine ausgezeichnete Gitarrenarbeit ebenso auszeichnet wie durch abwechslungsreiches, wenn auch selten innovatives Songwriting. Es mag vielleicht sein, dass der Markt derzeit von derartigen Scheiben überrollt wird; aber wenn sich die Spreu vom Weizen trennt, werden THE LAST VEGAS mit ihrem aktuellen Werk noch aufrecht stehen!

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