GROSS GOLLAND kommen aus Sibirien und machen groben Thrash der Marke Pantera. Sie wären wohl auch gern genauso toll, sind sie aber nicht. Daran ändern auch die nicht identifizierbaren Vocals nichts, die nach Russisch mit englischem Akzent klingen – es könnte aber auch genau andersherum sein. Die zehn Songs dauern knapp 40 Minuten, öden aber viel früher an. Dies liegt an den holprigen Songstrukturen (meistens), am gleichförmigen Sprech-Brüllgesang (fast immer – und falls es einmal anders klingt, dann wie in ,It‘, nach Rammstein mit Vocals à la EAV), an unpassenden Tempowechseln (,B.Y.E.‘) oder merkwürdigen Hintergrundinstrumenten wie der Electro-Orgel im Opener ,Kamikaze‘. Der Exotenbonus verpufft somit, und wir wollen hoffen, dass aus Sibirien irgendwann etwas Erfreulicheres kommt als diese Band.
