LEGACY - The Voice from the Darkside

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Thursday, 31 May 2012 02:00

 

FUCK OFF AND DIE! „Sociopathic Regression”

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Bewertung: 7


Label: Inferna Profundus
Band-Website: Band-Webseite
erschienen in Ausgabe Nr.: 078
FUCK OFF AND DIE! „Sociopathic Regression”

Kaum ein Band-Name kommt so direkt auf den Punkt wie der des hier zur Debatte stehenden musikalischen Betätigungsfeldes eines Litauers und eines Italieners: Genau genommen handelt es sich bei den beiden Protagonisten um Sänger/Bassist/Programmierer Kommander L. (Luctus, Svartthron) und Schlagzeuger Thorns (u.a. Gloria Belli, Kult, Frostmoon Eclipse, Macabre Omen und Benighted In Sodom). Nach vier Jahren Stille hat Erstgenannter sein Projekt FUCK OFF AND DIE! wieder ins Leben gerufen und dieses Mal anstelle eines Drum-Computers lieber einen Schlagwerker aus Fleisch und Blut rekrutiert. Das Duo geht dabei auf „Sociopathic Regression“ so rabiat und kompromisslos wie nur irgendwie möglich zu Werke: Die 17 Tracks rauschen wie ein E-Zug am Hörer vorbei und hinterlassen nichts als verbrannte Erde. Irgendwo inmitten von Grindcore à la Terrorizer, Cryptic Slaughter oder Repulsion, Death Metal (Autopsy, Death) sowie etwas Thrash Metal vom Schlage Kreator und Konsorten agieren FUCK OFF AND DIE! und machen ihrem Namen wirklich alle Ehre: Hier geht‘s ausschließlich um Hass, Hass und nochmals Hass! Man setzt sich über einengende Genregrenzen mühelos hinweg, lässt gar bei Stücken wie ‚Crescendo Of Apocalypse‘ und dem Silencer-Cover ‚Sterile Nails And Thunderbowels‘ Violinenklänge zu. Das Riffing ist einprägsam und pusht jeden Song nach vorne, das Schlagzeug sorgt für Adrenalinschübe ohne Ende. Über diesem Chaos Infernale thront Kommander L.s aggressive, aber klare Stimme, die ihre Aversion gegenüber der Welt, gegenüber dem Leben regelrecht herauskotzt. Die Produktion ist enorm druckvoll und glasklar, setzt aber dennoch die 17 Tracks hervorragend in Szene. Etwas klingen FUCK OFF AND DIE! so wie die Finnen von Rotten Sound, nur ohne Crust-Elemente und mit mehr Thrash-Einflüssen. Natürlich ist das, was da auf „Sociopathic Regression“ geboten wird keineswegs sonderlich innovativ. Wohl aber hat das litauisch-italienische Duo eine kurzweilige Platte eingespielt, die zumindest Genre-Fans (welches Genre da auch immer bedient wird) zusagen dürfte.

(c) 2012 www.legacy.de

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