LEGACY - The Voice from the Darkside

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Sunday, 05 August 2012 19:45

 

HARDCORE SUPERSTAR & HEAVEN'S BASEMENT @ SO36, Berlin - 01.08.12

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01.08.2012, Berlin - SO36
Besucher: ca. 600
Eintritt: 19 €

Heute ist es endlich soweit: HARDCORE SUPERSTAR geben eines ihrer zwei Deutschland-Konzerte der aktuellen Tour. Kurz nach 20 Uhr öffnen sich in Berlin die Einlasstore vom gemütlichen SO36. Als Support sind die Engländer HEAVEN'S BASEMENT mit dabei. Sie haben sich 2008 erst gegründet und lediglich einige EPs veröffentlicht, aber können bereits eine ganze Latte hochkarätiger Touren vorweisen, u.a. mit Papa Roach, Bon Jovi, Shinedown und vielen anderen. Zu Beginn der Show ist gut die Hälfte des Saals gefüllt. Ein unbeschriebenes Blatt scheinen die Mannen dem Berliner Publikum nicht zu sein. Der eine oder andere ist ziemlich textsicher, und auch die restlichen Zuschauer lassen sich vom gekonnten Hard Rock anstecken. Es dauert nicht lange, bis sich in den vorderen Reihen die ersten Headbanger finden. Einziges Manko: Der Bewegungsradius für den Support ist auf der kleinen SO36-Stage alles andere als üppig. Aber HEAVEN'S BASEMENT schlagen sich gut, nutzen sogar ihre Doublebass als Podest. Die Bühnenpräsenz von Vocalist Aaron Buchanan erinnert unterdessen etwas an die 70er Jahre, inklusive androgyner Körperverrenkungen. Zum Ende des Sets ist der Saal gut gefüllt. Erfreut versäumen es die Engländer nicht, auf die anstehende Herbsttour mit Halestrom und Zico Chain hinzuweisen.

Das Support-Schlagzeug ist abgebaut, mehr Freifläche auf der Bühne geschaffen, die Wasserflaschen verteilt, Plectrums befestigt – es kann losgehen. HEAVEN'S BASEMENT haben sich am Seitenrand postiert, um der Show beizuwohnen. Nun sind die Headliner HARDCORE SUPERSTAR an der Reihe. Gleich zu Beginn entschuldigen die Schweden ihren fehlenden Drummer Adde. Er ist kürzlich Vater geworden und weilt noch bei Frau und Kind. Unter beglückwünschendem Applaus verkündet Frontmann Jocke Berg weiterhin, dass man die Show aber nicht habe absagen wollen. Ihr Tourmanager sitzt heute höchst persönlich an den Drums. Das Berliner Publikum weiß den Einsatz zu schätzen und wird ebenfalls alles geben.

Das Set fährt auf, was die Compilation „The Party Ain't Over 'Til We Say So“ von 2011 hergibt. Mit einer Leichtigkeit dirigiert Jocke die Fans und lässt sie nach seiner Pfeife tanzen und singen. Bei Krachern wie 'We Don't Celebrate Sundays' oder 'Dreamin' In A Casket' geht es ab wie Schmidts Katze. Unten steppt der Bär, und aus vollen Kehlen brüllt das Publikum die Refrains mit, während Jocke wie ein Derwisch über die Bühne fegt.

Es ist Halbzeit. Um dem Ersatzdrummer eine Verschnaufpause zu gönnen, stimmt die Band das besinnlich, aber nicht weniger intensive 'Run To Your Mama' an. Andächtig bewegt Sänger Jocke das Publikum, in die Hymne auf die Mütter dieser Welt einzusteigen. Willig und im Schein ihrer Feuerzeuge stimmen die anwesenden Fans mit ein, wenn auch noch etwas unsicher im Text. Doch halbe Sachen lässt man hier nicht gelten und fordert den vollen Einsatz. Weiter geht es mit Drumpower durch das restliche Set. Die Schweden haben heute Abend wirklich sichtlich Spaß und werden gebührend abgefeiert. Mit 'Last Call For Alcohol' werden die ersten Reihen mit Bierduschen vom hinteren Publikum gekühlt, Haare fliegen, und der Bandschweiß tropft von der Bühne. Ohne Zugabe lässt niemand HARDCORE SUPERSTAR ziehen. Zum vorletzten Song des Abends holen sich die Schweden ihre Fans auf die Bühnen. Gemeinsam wird das Set-Ende abgefeiert. Die zwei Securitys versuchen noch, den Überblick zu behalten, müssen sich aber dem Ansturm fügen. „The Party Ain't Over 'Til We Say So“ - der Titel ist Programm. Es ist eines jener Konzerte, die nie zu Ende gehen sollten. Ausgepowert, glücklich und tief zufrieden tritt man den Heimweg an.

 

Besucher: ca. 600

Eintritt: 19,- Euro

 

(c) 2012 www.legacy.de

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