LEGACY - The Voice from the Darkside

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Sunday, 01 July 2012 13:44

 

Rock Am Härtsfeldsee 2012 - 29./30.06.12 - Dischingen

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Härtsfeldsee: 32°, Wassertemperatur: 25°, Bier: 3°. Optimale Bedingungen also bei Deutschlands familiärstem und freundlichstem Festival, das Jahr für Jahr in der Nähe von Dischingen (Kreis Heidenheim auf der schwäbischen Alb)  von einem kleinen Verein veranstaltet wird, den wir Euch bereits in der Rubrik „Metal in der Provinz“ im Heft vorgestellt haben. Auch dieses Jahr zog es wieder große Acts wie BLIND GUARDIAN, SODOM, CHILDREN OF BODOM,  RAGE und CALIBAN aufs Land. Am direkt angeschlossenen Badesee konnte man gemütlich am Sandstrand chillen oder eine Runde schwimmen gehen. Auf dem Festival-Gelände erwartete die Besucher ein fantastisches regionales Speisen- und Getränkeangebot zu günstigen Preisen. Ein Baguette mit einem halben Meter Feuerwurst, Tsatsiki und Kraut von der örtlichen Landmetzgerei kostete 3,50 Euro, dazu Antialk 0,4 für 1,50 Euro das Wasser und Softdrinks für 2 Euro. Bier war für 2,50 Euro zu haben. Das Personal - alles Vereinsmitglieder - war stets freundlich und gut gelaunt.

Auch auf der Bühne im Zelt lief alles stets glatt, und wenn man wie SODOM nicht gerade im Stau stand, war auch ein pünktlicher Showbeginn garantiert. Besonderes Highlight des Freitagabends waren FREEDOM CALL mit ihrem „Happy Metal“. Super gut gelaunt und musikalisch einwandfrei schafften sie es ganz locker, das Zelt zum Mitsingen zu bewegen. Hauptsächlich waren Stücke des Albums „Land Of The Crimson Dawn“ zu hören, aber natürlich fanden auch Klassiker wie `Freedom Call` ihren Platz in der überlangen Setlist.  Fast 30 Minuten extra Spielzeit hatten sie der Verspätung von SODOM zu verdanken, die im Stau steckten und dann aus dem Bus direkt auf die Bühne stürmten, um gleich mit `In War And Pieces` loszulegen. An der  Interaktion mit dem Publikum wurde dann entsprechend gespart, d.h. SODOM spielten eine Stunde nonstop und ohne größere Ansagen durch. BLIND GUARDIAN wirkten schon bei der Autogrammstunde etwas müde, und auch auf der Bühne wurde man das Gefühl nicht los, dass insbesondere Sänger Hansi Kürsch nicht ganz fit war. Stimmlich konnte man immer wieder kleine Patzer ausmachen, und auch an der Bewegungsfreude auf der Bühne mangelte es sichtlich. In den hinteren Reihen fiel das aber nicht weiter auf, und bei lautstarken Fanchören zu `Valhalla` oder `Quest For Tanelorn` war von der Band an sich auch gar nichts mehr zu hören. Die Stimmung ist immer großartig auf dem Festival, und man kann es bei Ticketpreisen um die 50 Euro nur jedem empfehlen, zum Härtseldsee zu pilgern.

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