LEGACY - The Voice from the Darkside

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Wednesday, 25 January 2012 01:00

 

Alesana & We Came As Romans & Iwrestledabearonce & Glamour Of The Kill 25.01.2012 Hamburg, Knust

Written by 
Alesana Alesana Pierre Heinemann

Sollte man Roland Emmerichs Werk „2012“ Glauben schenken, dann ist wohl bald Schluss mit lustig. Ist schon ein wenig schade, wenn man bedenkt, welch geile Gigs für die erste Jahreshälfte bei uns angekündigt wurden. Denn mit ALESANA, WE CAME AS ROMANS, IWRESTLEDABEARONCE und GLAMOUR OF THE KILL haben sich gleich einige Hochkaräter auf in die Hansestadt gemacht, bereit die Wände wackeln zu lassen.

Daran, dass GLAMOUR OF THE KILL verpasst wurden, sind wieder einmal der Verkehr und die frühe Startzeit Schuld. Aber am Eingang versichert man uns, dass die Mannen ihre Sache ordentlich gemacht haben. Kaum drin im Knust, geht es mit der zweiten Band des Abends in die Vollen. IWRESTLEDABEARONCE mit ihrem hausgemachten KrawallCore beglücken das zahlreich erschienene Publikum, welches gleich ordentlich abgeht. Ein wenig skurril mutet das ganze Treiben schon an. Offen für musikalisches Chaos sind wir zwar, aber anstrengend ist es trotzdem, die komplette Spielzeit über aufmerksam zu sein. Was man den Mannen und der Dame zumindest nicht absprechen kann, ist die notwendige Stage-Dynamik, die es live braucht, um zumindest seine Fans zu überzeugen. Allerdings wirkt hier alles sehr einstudiert. Schwamm drüber.

Bei ihren Fans und interessierten Hörern scheiden sich die Geister. Ist die zweite Platte von WE CAME AS ROMANS nun ein würdiger Nachfolger des sehr erfolgreichen Erstlings? Zumindest ist sie eine tadellose Ergänzung und daher auch der Erfolg in allen Belangen gerechtfertigt. Davis Stephens und seine Mannen haben sich jedenfalls mittlerweile eine gewisse Routine erspielt. Jede Bewegung, jeder Handgriff sitzen exakt, und so werden WE CAME AS ROMANS zu Recht abgefeiert. Der Sound ist super-transparent und unterstreicht die Vielfältigkeit im Spiel. Dass der cleane Gesang vom Band unterstützt wird, hört man zwar, aber die Feiernden lassen sich durch das Playbacksche nicht den Spaß verderben.

Der Vorgänger zur aktuellen Scheibe „A Place Where The Sun Is Silent“ war ein Meilenstein des musikalischen Konzepts, und auch wenn man mit dem aktuellen Material nicht mehr warm wird, sieht die Sache live anders aus. An gleicher Stelle im letzten Mai haben die Mannen aus North Carolina voll überzeugen können, und so tun sich dieses Mal keinerlei Bedenken auf. Als der Stage-Roadie den Startschuss gibt, stürmen ALESANA die Bretter, um dem mittlerweile warm gewordenen Publikum noch mal richtig einzuheizen. Dennis Lee, der mittlerweile zum glatzköpfigen Hillbilly mutiert zu sein scheint, keift und grunzt sich die Seele aus dem Leib, während Gitarrist und Clean-Sänger Shawn Mike für das Filigrane verantwortlich ist. Das Publikum jedenfalls wirkt sehr textsicher und grölt lautstark alle Songs mit. Sogar ein äußerst waghalsiges Manöver ist zu beobachten, als drei der Jungs gleichzeitig und rücklinks in die Menge springen. Glücklicherweise befinden sich an der jeweiligen Stelle genügend Fänger, und so werden alle Beteiligten zur Komplettierung des Bühnenpersonals wieder in Richtung Stage geschoben. Auch hier sei der gute Sound noch erwähnt, der an diesem Abend ein echtes Erlebnis darstellt. Das hat man im Knust schon ganz anders erlebt. Das Geheimnis der drei Gitarren bei ALESANA bleibt allerdings ihr Geheimnis. (PH)

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