LEGACY - The Voice from the Darkside

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Als die seit 2009 aktiven Israelis SHREDHEAD am heutigen Montagabend den Konzertabend eröffnen, ist die Backstage Halle bereits angenehm gefüllt. Deren energetischer, etwas modern angehauchter Thrash Metal ist zwar nicht sonderlich originell, aber geht schnell und gut ins Blut. Songs wie 'Devils Race' funktionieren live sehr gut, und die spielfreudigen Musiker tun ihr Übriges, um zumindest die vorderen Reihen schon gut anzuheizen. Dazu kommt, dass die Band stets motiviert, gut gelaunt und zu Späßen aufgelegt agiert. So wird zum Beispiel ein Pärchen das sich während der Performance eines Songs rege unterhält, in der Songpause mit „I hope we did not disturb you guys while talking“ gewürdigt.

Im Vergleich dazu fällt der folgende Auftritt von DESECRATOR leicht ab. Die Aussies sind auch bereits seit 2008 aktiv und agieren professionell und gut eingespielt. Allerdings wirkt die Bühnenperformance einen Tick distanzierter sowie routinierter – evtl. auch etwas hüftsteif. Zudem finden sich in dem wuchtigen Death/Thrash-Mix der Combo zu oft sehr offensichtliche Zitate von bekannteren bzw. größeren Helden der Szene. Für mehr als Höflichkeitsapplaus und ein paar Banger in den ersten Reihen reicht es dann aber doch. Die größte Resonanz fährt heute das treibende '1800 Volts' ein.

Dann dürfen endlich die Großmeister CROWBAR ran. Die Band ist in den letzten drei Jahren ein oft und gern gesehener Gast im Münchner Backstage und bereitet den Gig wie gewohnt als Roadie und Musiker in einem selbst vor. Diese bodenständige Haltung wirkt sympathisch und lässt bereits während des Soundchecks eine sehr gute Stimmung aufkommen. Kirk Windstein wirkt um einiges zufriedener und gesünder als noch vor sechs, sieben Jahren. Sein ausgeglichenes Charisma steckt, ebenso wie das des wieder heimgekehrten Urviechs Todd Strange alias Sexy-T, einfach an. Unter der obligatorischen Gitarren-Feedbackorgie startet mit der liebgewonnenen Ansage „We are CROWBAR from New Orleans and we are gonna kick your ass!“ ein denkwürdiges Konzert. Schon während des Openers 'All I Had (I Gave)' richten sich viele Augen auf Sexy-T. Das personifizierte Groove-Monster bearbeitet seinen Bass mit unglaublicher Wucht sowie Tightness und wirkt dabei gleichzeitig tiefenentspannt und aggressiv. Dank Todd klingt die Combo wirklich deutlich besser und knackiger als zuletzt. Der Klassiker 'High Rate Extinction' unterstreicht dies. Und es wird vor allem deutlich, dass neben dem perfekten Zusammenspiel der Musiker heute der Sound (als auch die Lightshow) wirklich erste Sahne ist. Mr. Windsteins Gesang ist schön laut abgemischt und selbst kleine Feinheiten in den doppelstimmigen Gitarren-Harmonien lassen sich perfekt heraushören. Mit 'To Build A Mountain' steht zumindest eine kleine, noch nicht so oft gespielte Überraschung im Set.

'The Cemetary Angels' singt Kirk anhand seiner gut überwundenen Alkohol- und Drogenprobleme mit besonderer Leidenschaft. Gitarrist Matt ist nicht nur während 'Walk With Knowledge Wisely' und 'Conquering' ständig in Bewegung und post die Fans in den vorderen Reihen direkt am Bühnenrand an. CROWBAR verkörpern heute mehr denn je eine Einheit, und auch Mr. Brunson ist nun nur noch sehr schwer aus dem Line-up wegzudenken. Ganz zu schweigen von Drummer-Koryphäe Buckley, der das auf dieser Tour zum ersten Mal dargebotene 'Plasmic And Pure' vom neuen Album „The Serpent Only Lies“ starten darf. Der Song ist eine wahre Live-Granate, und den lange nachwirkenden Refrain kriegt man nach Song-Ende kaum mehr aus dem Kopf. Auch heute darf der Jahrhundert-Song 'Planets Collide', immer einer der intensivsten Momente einer jeden CROWBAR-Show, nicht fehlen. Das aggressive und unwiderstehliche Stück 'Like Broken Glass' natürlich ebenfalls nicht. Mit diesem endet ein saustarkes Konzert, das weit mehr als Rahmenprogramm zu einer OVERKILL-Show darstellt. Wie zuletzt mit Prong hat man hier bei der Zusammenstellung des Tour-Packages sehr guten Geschmack und ein gutes Händchen für eine tolle Band-Mischung bewiesen.

Nach einer relativ langen Umbaupause ist es dann endlich soweit, und die Thrash-Urgesteine OVERKILL stehen mit einem Knall und Top-Sound plötzlich auf der Bühne. Wie von der letzten Tour gewohnt, starten New Jersey's Finest mit 'Armorist' vom letzten Album „White Devil Armory“ ins Set. Wie schon zuletzt zur Jubiläumsshow in Overhausen (sic!) sitzt Eddy Garcia (Pissing Razors) hinter dem Drumkit. Zumindest heute ist glücklicherweise Saitenhexer Dave Linsk (Speed Kill Hate) mit von der Partie. Wie wir erfahren dürfen, wird er bei einigen der folgenden Shows nämlich aus familiären Gründen leider nicht dabei sein können und von Waldemar Sorychta (Ex-Grip-Inc.) ersetzt werden. Gleich zu Beginn die Granate 'Rotten To The Core' sowie das live perfekt funktionierende 'Electric Rattelsnake' abzufeuern, erweist sich als cleverer Schachzug. Tieftöner D. D. Verni fetzt wieder wie ein völlig entfesselter Derwisch über die Bühne und hat eine Bühnenenergie, von der andere nur träumen können. Sänger Blitz zieht hier nicht nur während 'Hello From The Gutter' sowie dem mit der gewohnten Ansage gewürdigten 'In Union We Stand' absolut gleich und wirkt sogar noch etwas vitaler und fitter als auf der letzten Tour. Nun ist es aber Zeit für neue Klänge. Von dem auf Februar verschobenen neuen Longplayer gibt es zumindest 'Our Finest Hour' zu hören. Der Track mag auf den ersten Höreindruck zwar etwas sperrig wirken, knallt aber live ordentlich und ist vor allem mit einem Refrain, der eine Menge Widerhaken hat, ausgestattet. Blitz‘ Gesang sticht hier erneut besonders positiv hervor. Mr. Ellsworth ist wie ein guter Wein, der mit dem Alter immer besser wird. Rhythmusklampfer Derek Tailer ist heute hingegen zu vielen Späßchen aufgelegt. Blödeleien mit den Mitmusikern, Grimassen schneiden und Akrobatik mit Plektrons, ohne die Performance zu versauen. Trotzdem hat man den Guten schon mal etwas entschlossener und wilder aufspielen sehen.

Das brutale 'Hammerhead' feuert dann den Moshpit wieder neu an und macht deutlich, dass solche Stücke mit Garcia hinter der Schießbude etwas krasser und schnörkelloser wirken als mit seinem Vorgänger Ron. Live immer für eine Gänsehaut gut ist das mächtige 'Feel The Fire' - heute ohne Zweifel einer der intensivsten Momente der Show. 'Coma' und das ultra-fiese 'Infectious' (Drumming!) thrashen dann noch mal alles in Grund und Boden und bringen den Mob vor der Bühne zum Siedepunkt. Das nennt man grandiose Stimmung und Publikumsresonanz! Als eine der wenigen Überraschungen in der heutigen Setlist geht die interessante Interpretation des Thin-Lizzy-Klassikers 'Emerald' durch. OVERKILL verschwinden ganz kurz, um dann mit dem Klassiker 'Ironbound' wieder eindrucksvoll auf die Bühne zurückzukehren. Längst hat sich dieser Song zu einer neuen Bandhymne entwickelt. Für 'Elimination' mobilisieren Band und Fans noch mal unübersehbar die allerletzten Kraftreserven und stacheln sich gegenseitig zu Höchstleistungen an. Das unvermeidliche Subhumans-Cover 'Fuck You', während dem Blitz das erste Mal seit Langem wieder ins Publikum divt und sich zurück zur Bühne tragen lässt, macht dann den Deckel drauf. Und zwar auf die, abgesehen von Overhausen, beste Thrash-Show des Jahres. Als einziger Kritikpunkt verbleibt, dass es dieses Mal fast keine Überraschungen in der Setlist gab. Hier wäre sehr wünschenswert, wieder mal ein paar Songs aus der Phase 1996-2003 (insbesondere von „Bloodletting“, „W.F.O“ und „Killbox 13“) mit zu berücksichtigen.

Text: Markus Wiesmüller

Fotos: Anastasiya Wiesmüller

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OVERKILL kündigen Special Show im April an

Sunday, 15 November 2015 14:48

Die legendären Thrasher OVERKILL haben eine spezielle Jubiläums-Show für den 16. April in der Oberhausener Turbinenhalle 2 angekündigt. An diesem Abend wird die Band die Alben "Horrorscope" (25-jähriges Jubiläum) und "Feel The Fire" (30-jähriges Jubiläum) in voller Länge spielen. Als ob das noch nicht genug wäre, wird die Show noch für eine kommende DVD-Veröffentlichung mitgeschnitten.

Sänger Bobby "Blitz" Ellsworth bezieht Stellung: „Wir werden im April in Oberhausen nicht nur ein Jubiläum, sondern drei feiern, indem wir eine DVD aufnehmen. »Horrorscope« und »Feel The Fire« werden komplett gespielt, zudem touren wir seit 30 Jahren in Deutschland. Warum Deutschland? Dort hat für uns alles begonnen, und es ist unsere erste Heimat, wenn es um Live-Auftritte geht. Es geht nicht so sehr um das Feiern der Platten, sondern mehr darum, unsere Solidarität und Bindung zur deutschen Metal-Szene von Beginn an zu zelebrieren... also, kommt vorbei, seid laut und seid vor allem Metal!“

 

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Auch wenn es nicht gerade der Nabel der Welt ist, so zieht es heute trotzdem viele Nicht-Allgäuer nach Memmingen. Schließlich sollte man sich dieses feine Package nicht entgehen lassen. Das Kaminwerk selbst fällt unter die Kategorie „außen pfui, innen hui“. Soll heißen, dass der unscheinbare Betonblock mitten in einem Industriegebiet doch etwas zu bieten hat. Allem voran eine wirklich feine, moderne PA, die im Vergleich den Sound so mancher liebgewonnener Kult-Location gleich um Längen aussticht. Die Wrecking Crew fährt wieder eine beachtliche Vielfalt an Merchandise auf, aus dem erneut einige komplett neue Motive hervorstechen.

Als die Schweizer Opener SUBORNED sehr pünktlich losthrashen, ist es noch nicht so richtig voll vor der Bühne. Jedoch weiß die geschmackvoll in Sanctuary- und Coroner-Leibchen gehüllte, noch recht junge Saitenfraktion mit tightem sowie aggressivem Zusammenspiel gleich vom ersten Stück an zu begeistern und einige Banger auf ihre Seite zu ziehen. Ein weiterer Pluspunkt ist die recht ansehnliche und charismatische, tätowierte, blonde „Milf-Look“-Frontfrau Luise Werlen alias „Lucie“ (Ex-Dark Zodiak). In bestem Schwäbisch gibt sie ihre Kommentare zum Besten und erinnert bezüglich Charme und Shouts gelegentlich auch mal an Sabina Classen (Holy Moses). Am besten wissen SUBORNED zu punkten, wenn sie verstärkt aufs Gaspedal drücken und sich Drummer Stefan so richtig hinter der Schießbude austoben darf. Die beste Resonanz fahren heute die Stücke 'Bitch', 'From Space' sowie 'Demon' ein. Amtliche Anheizershow einer hungrigen jungen Band!

Danach packen METHEDRAS in puncto Brutalität und Hass gleich noch ein paar Schippen mehr drauf. Die Italiener legen vom ersten Track an mit einer Wut und Energie los, als müssten sie so einiges an Dampf und Frust ablassen. Dabei gefallen sie sich gekleidet in Zwangsjacke bzw. Ärztekittel sowie mit Mundschutz. Sänger Tito ist ein echtes Urviech von einer Frontsau, der mit der wallenden Lockenmähne sowie dem eindrucksvollen Bart etwas an einen unergrauten Italo-Tom Araya erinnert. Die Matten aller Bandmitglieder fliegen, und als irgendwann der Sauerstoff zu knapp wird, darf doch auch der Mundschutz abgenommen werden. Die Mailänder können mehr und mehr Leute vor die Bühne ziehen, und es bildet sich ein erster kleiner Pit. Unübersehbar sind die bereits 1996 aktiven und von vielen Line-Up-Veränderungen geprägten METHEDRAS dem Großteil der Anwesenden bisher gänzlich unbekannt. Aber diese Brutalität, gerade bezüglich der in den Kohlenkeller heruntergestimmten sowie extrem verzerrten Gitarren, weiß die Leute in ihren Bann zu ziehen. Der Song 'Dead Memories' vom 2014er-Album „System Subversion“, bleibt zum Ende des Sets am nachhaltigsten hängen. Eine starke Vorstellung, die auch im Paket mit den zwei folgenden Old School-Combos bestens funktioniert.

Nachdem das Banner des OVERKILL-Die-Hard-Fanclubs Skullkrushers heute bereits sehr früh gehisst wurde und die notwendigen Warm-up-Bierchen bereits getrunken sind, wird die Zahl der in Schwarz-Grün gehüllten Fledermäuse vor der Bühne langsam merkbar höher. Schließlich steht mit SANCTUARY heute ja noch eine weitere Gourmet-Band auf dem Speiseplan. Diese steigt mit dem Eröffnungs-Doppel 'Arise And Purify' und 'Let The Serpent Follow Me' vom letzten, sehr guten aber unterschiedlich aufgenommenen Longplayer „The Year The Sun Died“, mutig in das Konzert ein. Zunächst drehen sich natürlich erst mal alle Köpfe in Richtung des Cowboyhut tragenden Sängers Warrel Dane. Wie sieht er aus? Wirkt er fit? Hat er heute einen guten Tag? Nachdem im Laufe der bisherigen Tour von Stimmschwankungen berichtet wurde… Natürlich sieht man Warrel seine geschundene Seele sowie den jahrelangen Alkoholmissbrauch an. Aber heute hat er einen guten Tag erwischt, was auch Altfans nach einer tollen Darbietung von 'Seasons Of Destruction' eingestehen müssen. Danach gleich 'Die For My Sins' vom Debüt nachzulegen, erweist sich als cleverer Schachzug. Das erste Mal heute Abend kocht die Stimmung vor der Bühne! Die Matten fliegen und geschlechterübergreifendes Mitsingen von jung bis alt ist angesagt. Natürlich bringt Mr. Dane nicht mehr jeden allerhöchsten Scream so beißend wie früher, aber ansonsten wirkt er heute vergleichsweise fit. Darüber hinaus ist es wirklich eine Freude, Klampfer Lenny dabei zuzusehen, mit wie viel Feeling und Hingabe er seine Gitarre bearbeitet. Und die Rhythmusfraktion, bestehend aus Bassist Jim sowie Drummer Dave, gleicht ohnehin einem Schweizer Uhrwerk – einfach eine Bank! Den größten Gänsehautmoment beschwört die Seattle-Truppe natürlich wie erwartet einmal mehr mit 'The Mirror Black' herauf. Danach gibt es mit 'Frozen', 'Question Existence Fading' sowie 'The Year The Sun Died' nochmal Stücke von der neuen Platte, ehe die Klassiker 'Future Tense' sowie 'Taste Revenge' eine sehr gute Show eindrucksvoll ausklingen lassen.

Nun steigen Vorfreude und Anspannung. Werden OVERKILL heute „nur“ 130% oder sogar 150% geben? In den letzten zwei, drei Jahren kann man der Band nämlich durchaus so etwas wie einen fünften Frühling attestieren. Wie bei einem guten Wein, der mit dem Alter immer besser wird. Nach einer recht langen Umbaupause läuft dann endlich das Intro von „White Devil Armory“ ab, und die Amis steigen wie auf der letztjährigen Tour mit 'Armorist' knackig in das Set ein. Die ersten Kinnladen klappen gleich mal nach unten, als mit 'Hammerhead' anschließend sofort alles in Grund und Boden gethrasht wird. Mit einem Energielevel nicht von dieser Welt und unglaublicher Spielfreude schiebt der Fünfer sofort eine sehr schnelle Version von 'Electric Rattlesnake' nach. Wie schon eingangs erwähnt, ist der Sound im Kaminwerk heute erneut glasklar, wodurch Tightness sowie Feinheiten des OVERKILL-Sounds bestens zur Geltung kommen. Der Moshpit ist weit offen, und mit 'Powersurge' heizt die erste Überraschung des Abends die Energie vor der Bühne weiter an.

Bei 'In Union We Stand' steht dann erst mal das Mitsingen im Vordergrund, ehe während 'Rotten To The Core' dann alle Dämme brechen und das bisherige Stimmungshoch des Tages erreicht wird. Besonders auffällig ist, dass das in eine schicke Lederweste gekleidete Tier D.D. Verni am Bass heute sogar noch mehr groovt als gewohnt und wie ein rastloser Pitbull mit extra viel Power sein Instrument malträtiert. Gitarrero Derek Tailer treibt während der Speed-Granate 'Bring Me The Night' allerlei Schabernack und schneidet Grimassen, ehe Altfans erneut die Rarität 'End Of The Line' zum Ausflippen bringt. Freunde der groovigen OVERKILL kommen danach hingegen mit dem länger nicht gespielten Monster 'Necroshine' auf ihre Kosten. Das Midtempo wird auch mit dem düsteren 'Horrorscope', der zweiten freudigen Überraschung des Abends, nicht verlassen. Perfekt und kraftvoll von Blitz gesungen. Woher nimmt Mr. Ellsworth nur immer diese Power? Die Meilensteine 'Overkill' sowie 'Hello From The Gutter' werden anschließend noch mal grandios abgefeiert, was den bisher größten Circle-Pit des Abends erzeugt. Bei der Ansage zu 'Ironbound' richtet Bobby einige sehr nette, emotionale Worte an die Crowd, was mit einem lauten Applaus quittiert wird.

Danach verschwinden die Musiker kurz, ehe sie mit dem recht sperrigen 'Bitter Pill', das live einfach nicht so recht zünden will, zurückkommen. Genau die gegenteilige Reaktion bekommen die Amis, als sie zum Abschied den Jahrhundert-Song 'Elimination' abfeuern. Koryphäe Dave Linsk soliert bei dem Stück mit einer Hingabe, als ginge es um sein Leben. Natürlich endet keine OVERKILL-Show ohne das Subhumans-Cover 'Fuck You', zu dem kein Mittelfinger in der Luft fehlen darf. Vergesst die Big4 – anhand dieser Lehrstunde können die „Großen“ des Genres im Vergleich nach wie vor komplett einpacken. Hail Exodus and OVERKILL!

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Wenn ein so hochkarätiges Package lockt, lassen zum Glück nicht wenige den Couch-Sonntag gerne sausen und pilgern stattdessen nach Nürnberg. Trotz beißender Kälte lässt die lokale Security die zum offiziellen Einlass bereits zahlreich erschienene Meute weitere gute 30 Minuten warten, ehe die heiligen Hallen des Hirsch-Clubs endlich geöffnet werden. Beeindruckend, was OVERKILL da so alles an Merchandise aufgefahren haben und ebenso beeindruckend, wie der Stand sofort von gut einem Drittel der bereits Anwesenden gestürmt wird. Das schwarz-grüne Material geht weg wie warme Semmeln, was die Stand-Betreiber sichtlich freut. Wie gewohnt, reisen ein paar Die-Hard-Skullkrusher für fast alle Shows der Tour ihren Helden hinterher. Heute ist aber nicht zu übersehen, dass eine besonders große Delegation Fledermäuse bzw. Club-Members den Weg nach Nürnberg gefunden hat. Und zwar aus allen Himmelsrichtungen sowie Nachbarländern (the Nigel has landed!).

Als die erste Band DARKOLOGY mit 'Kill Me If You Can' loslegt, hängt das große Skullkrushers-Banner längst unübersehbar an der Hallenwand. Die Texaner schätzen sich glücklich, zu 'Violent Vertigo' bereits einige Zuschauer vor die Bühne ziehen zu können. Dazu trägt sicherlich auch Sänger Kelly Carpenter bei, dessen charismatisches Organ gelegentlich auch mal an einen tief singenden Halford und noch viel mehr Saxons Biff Byford erinnert. Das Dallas-Quartett fährt nicht nur bei 'Nobot' einen leicht proggigen Power Metal-Sound auf, der vor allem im Midtempo zu Hause ist und stets sehr fett groovt. Nicht selten zelebrieren die Amis einen fast rockigen, sehr lockeren Vibe, ohne jedoch, wie bei 'Shadows Of Oth', eine gewisse Härte zu vernachlässigen. Auch wenn die Zöpfe des Bassisten etwas eigenartig aussehen, kann man DARKOLOGY eine gute Bühnenpräsenz nicht absprechen. Spätestens zum letzten Stück des Sets, nämlich einem geilen 'The Mob Rules'-Cover, hat die Band gewonnen und schickt nicht nur Sabbath-Fans zufrieden grinsend an den nächsten Bierstand.

Nach einer wohltuend fixen Umbaupause von nicht viel mehr als 15 Minuten stehen auch schon die „jungen“ Wilden aus Schweden auf den Bühnenbrettern. Seit ihrem eindrucksvollen Stage-Debüt auf dem Keep It True Festival vor einigen Jahren sind ENFORCER von Tour zu Tour als auch Album zu Album immer mehr gereift. Mittlerweile könnten die Old-School-Metaller auch problemlos ihre eigene kleine Club-Tour headlinen und legen mit 'Mesmerized By Fire' gleich mit einem Energielevel los, als gäbe es kein Morgen. Es ist bereits brechend voll vor der Bühne, und nicht wenige Banger drehen spätestens zu 'Live For The Night' völlig am Rad. Dabei spielt es keine Rolle, ob wir vom in Würde ergrauten, bierbäuchigen sowie mittlerweile kurzhaarigen Thrash-Papa oder seinem 16-jährigen, kuttentragenden Sohn sprechen. Diese Band funktioniert generationsübergreifend und legt unter anderem bei dem speedigen 'Scream Of The Savage' eine Spielfreude an den Tag, die sich einfach sofort auf das Publikum überträgt. Nicht nur bei Bandboss Olof, sondern auch seinen Mitmusikern sind Spandex-Hosen, Jeans-Westen, Nieten- und Leder Hals-/Armbänder sowie die Aufführung des großen Rock-Posing-Lexikons angesagt. Nicht zu vergessen die kultigen „Heavy Metal“-Aufsteller auf der Bühne. Nach 'Take Me Out Of This Nightmare' das Venom-Cover 'Countess Bathory' hinterher zu schieben, wäre anhand der recht kurzen Spielzeit eigentlich gar nicht nötig gewesen. Beifall gibt es dafür aber natürlich trotzdem! 'Scream Of The Savage' ist und bleibt ein Live-Hit vor dem Herrn, und als nach 'Death Rides This Night' auch noch der göttliche Übersong 'Midnight Vice' abgefeuert wird, gibt es endgültig gar kein Halten mehr. Noch besser hätten ENFORCER den Pit wirklich nicht auf Betriebstemperatur bringen können. Sehr cool, Respekt!

Die jüngeren Retro-Kutten-Metaller als auch die lupenreinen Old-School-Thrasher schlurfen während der folgenden Umbaupause nun etwas weiter nach hinten, wogegen sich nun deutlich mehr Crossover-Punks/Thrasher, Hardcore-Jünger sowie Groove-Metaller vor der Bühne einfinden. Auch der Frauenanteil vor der Bühne ist nun subjektiv gesehen etwas höher. Und etwas weniger als 20 Minuten später stehen dann die wiedererstarkten Großmeister PRONG endlich auf der Bühne und schmettern gleich mit unvergleichlichem Groove sowie unter besten Soundbedingungen das Duo 'For Dear Life' und 'Beg To Differ' auf den Mob ab. Schlagzeuger Art Cruz ist mittlerweile fest in die Band integriert und verprügelt sein Kit nicht nur bei dem Smasher 'Unconditional' schön tight sowie mit unglaublichem Punch. Bassist Jason Christopher ist nun insbesondere an der Live-Front absolut nicht mehr wegzudenken. Sein kaputtes, manchmal an Paul Raven bzw. Killing Joke erinnerndes Stageacting sowie die Fuck-Off-Punk-Attitude sowie Aggression, ergänzt sich bestens mit dem eigenwilligen, charismatischen Bühnengebaren von Tommy Victor und ist ein echter Gewinn für den Dreizack. Der neuere Track 'Eternal Heat' fällt neben dem Klassiker 'Lost And Found' nicht merkbar ab, was als großes Kompliment für das neuere Material wie auch 'Ruining Lives' vom aktuellen Album zu verstehen ist.

Tommy wirkt wesentlich gesünder, positiver, agiler und vor allem auch zufriedener sowie glücklicher als vor einigen Jahren. Unübersehbar singt und bearbeitet er seine Gitarre mit einer Leidenschaft und Hingabe, die ihresgleichen sucht. Mr. Viktor lebt seine Songs förmlich auf der Bühne, singt und shoutet (auch mal mit geschlossenen Augen) großartig und hat mit 'Cut-Rate' sowie dem Jahrhundertsong 'Rude Awakening' zwei weitere Highlights im Gepäck. PRONG konnten sich im Vergleich zur April-Tour noch weiter steigern und präsentieren sich heute als bestens eingespielte Einheit sowie Live-Macht. Hier steht ohne Zweifel und Diskussion einfach der zweite Headliner des Abends auf der Bühne. Zu schnellen Passagen als auch 'Turnover', das von den neuen Stücken besonders gut ankommt, tun sich auch zahlreiche Hardcore-meets-Metal-Circle- bzw. Moshpits auf. 'Carved Into Stone' und 'Broken Peace' geben eine wohltuende Verschnaufpause, ehe es mit 'Another Worldly Device', 'Whose Fist Is This Anyway? ' sowie dem unvermeidlichen 'Snap Your Fingers, Snap Your Neck', zum Ende der Show noch einmal ordentlich auf die Lauscher gibt. Dieses Trio ist besser und wertvoller denn je, und man wünscht Mr. Viktor, Mainstream-Erfolge hin oder her, dass er nun endlich die Anerkennung einfahren kann, die ihm zusteht. Eines der besten Konzerte des Jahres, Horns up!

95% aller sonstigen Bands hätten nach dieser Vorstellung nun verloren gehabt. Nicht aber so bei einer Live-Macht wie OVERKILL. Nach einer großzügigen Umbaupause sowie dem kurzen 'XDM'-Intro, legen New York's Finest gleich mit einem Paukenschlag und 'Amorist' los, um ohne Unterbrechung den Klassiker 'Overkill' hinterher zu schieben. Dies sowie das wie gewohnt unnachahmliche Energielevel als auch die Agilität der nicht jünger werdenden Musiker lässt gleich mal die ersten Kinnladen nach unten klappen. Der Sound ist rasiermesserscharf, glasklar sowie im Vergleich zu den vorherigen Bands mächtig laut. Einziger Kritikpunkt ist und bleibt der neuerdings getriggerte Drumsound, der nicht jedermanns Sache ist. 'Electric Rattlesnake' zieht das Tempo wieder an, und der Pit gleicht bereits zum dritten Song einem Hexenkessel. Dieser wird mit 'Wrecking Crew' weiter angeheizt, ehe es mit 'Black Daze' eine kleine Verschnaufpause gibt, die aber gerade bezüglich Blitz' Vocals durchaus ihre Momente hat. Danach bedankt sich Mr. Ellsworth herzlich für den Top20-Charteinstieg in Germoney und betont erneut, dass Deutschland 'Rotten To The Core' ist. Dieses Stück wird durch den bisherigen höchsten Banger-Headcount, einem großen Moshpit als auch den bis dato lautesten Chor des Abends quittiert.

'Bring Me The Night' hält das Stimmungslevel, Mr. Verni groovt wie ein Tier und feuert das Publikum weiter an. Bevor es eine echte Rarität zu hören gibt, richtet Blitz ein paar sehr herzliche, emotionale Worte an den Skullkrushers Fanclub und betont, wie lange es 'End Of The Line' schon nicht mehr zu hören gab. Gerade für Altfans ist nun Gänsehaut angesagt, und man ist sich einig, einen der intensivsten Momente der heutigen OVERKILL-Show zu erleben. Koryphäe Dave Linsk darf danach mal eben seine Solo-Künste unter Beweis stellen, ehe der Fünfer mit 'Long Time Dyin' und vor allem 'Under One' vom viel zu wenig beachteten „W.F.O“-Album noch zwei weitere länger nicht gespielte Sahnestücke im Gepäck hat. Diese machen sich inmitten von Standards und neueren Tracks hervorragend in der Setlist. Bitte mehr davon beim nächsten Killfest-Abstecher! Danach rotzt Blitz sein 'PIG' mit solch einer punkigen Attitüde herunter, dass man das Stück einfach sogar noch mehr als auf Platte lieben muss. Schon jetzt ein zukünftiger Live-Klassiker! Die Band verschwindet ganz kurz, nur um mit einem Knall zu 'Hello From The Gutter' zurückzukehren, während die Energie vor der Bühne endgültig ihren heutigen Höhepunkt erreicht. Die beste Laune on stage hat heute erneut Derek Tailer der stets grinst, post, Grimassen schneidet, Bekannten in den ersten Reihen zuprostet, sowie allerlei Schabernack mit seinem Plektron als auch Klampfe anstellt. Großer Unterhaltungswert! Das Verschwinden für die Zugabe sparen sich OVERKILL erfreulicherweise, sondern schieben gleich das live etwas sperrige 'Bitter Pill' ein, um anschließend den Klassiker 'Elimination' nachzulegen. Sobald dann genug Mittelfinger in der Luft sind und die „Fucks“ laut genug erschallen, schmettern die Thrasher zum Abschied wie gewohnt das geile 'Fuck You'-Cover ab, das ohnehin nicht mehr als Schlusspunkt wegzudenken ist.

Eine perfekte Thrash-Show? Im Endeffekt ja! Nur hätte man sich ein bis zwei weitere Raritäten ('Powersurge', 'Nice Day For A Funeral') plus 'In Union We Stand' statt relativ vielen neuen Songs oder eventuell ein etwas längeres Set und dafür eine Vorband weniger gewünscht. Ansonsten: OVERKILL sind wie ein guter Wein. Sie scheinen mit dem Alter immer besser zu werden! In dieser Form muss diese Band sicher noch lange nicht über die Rente nachdenken. Thrash with class!!

 

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OVERKILL unterwegs durch Deutschland

Wednesday, 29 October 2014 17:22

"Ironbound", der neueste Langspieler der Thrash-Titanen OVERKILL, steht bereits seit einigen Tagen in den Regalen und wartet nun auf die Feuertaufe. Gelegenheiten dazu gibt's einige:

6.11.2014, Substage – Karlsruhe
7.11.2014, Rosenhof – Osnabrück
8.11.2014, Tivoli – Bremen
9.11.2014, Hirsch – Nürnberg
11.11.2014, Colos Saal – Aschaffenburg
12.11.2014, Markthalle – Hamburg
13.11.2014, Postbahnhof – Berlin
14.11.2014, Essigfabrik – Cologne

Support: Prong, Enforcer und Darkology

OVERKILL sind mit 17 Alben schon lange im Geschäft und wissen, wie man Musik auf die Bühne bringt. Deshalb sollten Interessierte auch gar nicht lange warten und die Tickets im Vorverkauf sichern. Kämmt die Haare, hängt die Kutten raus. Es darf gebangt werden!

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OVERKILL "Bitter Pill"

Wednesday, 23 July 2014 06:34
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OVERKILL "White Devil Armory"

Thursday, 03 July 2014 16:47

Eine der dienstältesten Thrash Metal-Bands kehrt mit ihrer neuen Scheibe zurück. Hiermit beweisen die New Yorker Herren, dass sie zu Unrecht etwas im Schatten anderer Thrash Metal-Gruppen wie Testament, Exodus, Anthrax usw., stehen. Mit dem schlicht 'XDM' betitelten Intro beginnt die ganze Chose, bevor das hart prügelnde 'Armorist' die Band von ihrer typischen Seite zeigt. Mit dem stampfenden Groover 'Down To The Bone' zeigt sich, dass die Band weiterhin auf eingängige Melodien und Refrains setzt. Das typische 'Pig' erinnert gerade im Gitarrenbereich etwas an die Kollegen von Exodus. Das zurückhaltend stampfende 'Bitter Pill' kommt mit schweren Riffs daher. Das straight thrashende 'Where There´s Smoke' tendiert zu einem moshigen Ende. Der progressive Rhythmus von 'Freedom Rings' lässt an Testament denken. 'Another Day To Die' ist ein riffbetonter Rocker, der etwas aus der Reihe fällt. Ein leichter Touch aus dem Southern Rock schleicht sich am Ende von 'It´s All Yours' ein. Das melodische und leicht epische 'In The Name' agiert als Rausschmeißer dieser Platte. Fans dieser Band kommen ganz sicher auf ihre Kosten. Jeder Thrash Metal-Maniac kennt diese Band eh und wenn nicht, wird es aber Zeit.

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Soundcheck #023

Wednesday, 08 May 2013 07:55
Band/Titel PK MP SB OB MG BTJ ME PS DG TS MT VW + ø
1 GOD DETHRONED "Into The Lungs Of Hell" 12 10 12 15 13 13 12 12 10 12 11 14 146 12.17
2 MARDUK "World Funeral" 12 10 12 15 12 10 13 11 13 12 10 12 142 11.83
3 THE HAUNTED "One Kill Wonder" 10 10 12 14 14 12 13 13 8 10 12 10 138 11.50
4 SEPTIC FLESH "Sumerian Daemons" 10 9 10 12 13 14 14 - 10 10 12 11 125 11.36
5 CRADLE OF FILTH "Damnation And The Day" 12 9 10 13 11 9 14 10 12 12 10 12 133 11.08
6 DEFLESHED "Royal Straight Flesh" 11 11 9 9 13 11 13 13 9 11 9 12 131 10.92
7 STRAPPING YOUNG LAD "SYL" 10 11 13 9 12 9 12 13 9 12 8 13 131 10.92
8 CHILDREN OF BODOM "Hate Crew Deathroll" 11 10 10 12 10 11 14 12 9 12 7 10 128 10.67
9 SOUL DEMISE "In Vain" 10 10 9 10 10 11 12 12 10 12 10 9 125 10.42
10 CALIBAN "Shadow Hearts" 10 10 11 10 9 12 10 12 8 11 11 9 123 10.25
11 BLOOD RED THRONE "Affiliated With The Suffering" 10 11 6 12 9 11 11 11 11 11 10 8 121 10.08
12 NAIL WITHIN "Nail Within" 11 9 8 12 10 11 12 13 6 10 9 8 119 9.92
13 THE DUSKFALL "Frailty" 9 9 10 9 9 9 13 12 - 8 9 12 109 9.91
14 OVERKILL "Kill Box 13" 10 10 11 13 6 8 12 10 11 12 6 9 118 9.83
15 NIGHTINGALE "Alive Again: The Breathing Shadow Part IV" 8 11 10 7 - 11 13 11 8 7 12 - 98 9.80
16 MINISTRY "Animositisomina" 12 8 10 10 10 8 5 11 12 10 8 13 117 9.75
17 MEPHISTOPHELES "Death Unveiled" 10 10 8 11 7 10 14 10 9 9 8 9 115 9.58
18 OLD MAN´S CHILD "In Defiance Of Existence" 10 9 10 9 8 9 14 9 8 10 8 11 115 9.58
19 THE PROVENANCE "Still At Arms Length" 10 10 10 10 8 10 10 12 7 8 11 7 113 9.42
20 FORLORN "Hybernation" 8 8 11 8 9 9 12 - 8 8 11 11 103 9.36
21 THE GATHERING "Souvenirs" 10 10 13 2 12 6 11 12 6 7 14 9 112 9.33
22 DEATH REALITY "Flesh Still Feeds" 10 10 7 9 9 10 12 11 9 11 5 8 111 9.25
23 THOU ART LORD "DV8" 9 8 7 8 13 9 11 10 11 - 9 6 101 9.18
24 FINAL CRY "Wolves Among Sheep" 9 9 11 14 8 6 10 10 8 8 8 8 109 9.08
25 BEFORE THE DAWN "My Darkness" 8 8 10 11 10 11 13 11 5 8 9 5 109 9.08
26 PANDEMIA "Personal Demon" 9 12 9 12 7 9 10 8 7 9 7 10 109 9.08
27 COMPOS MENTIS "Fragments Of A Withered Dream" 9 8 8 12 6 10 13 8 9 9 10 6 108 9.00
28 LORDI "Get Heavy" 9 9 10 13 9 9 10 5 10 8 - 6 98 8.91
29 EXMORTEM "Pestilence Empire" 11 12 7 11 8 8 11 8 10 9 4 7 106 8.83
30 SHADOWS FALL "The Art Of Balance" 9 10 11 7 6 8 11 10 5 10 8 11 106 8.83
31 EVERGREY "Recreation Day" 9 9 9 5 5 14 12 11 4 9 10 9 106 8.83
32 HEARSE "Dominion Reptilian" 8 10 9 5 7 11 11 9 8 8 8 11 105 8.75
33 GOLDEN DAWN "Masquerade" 9 8 9 11 10 9 9 6 7 7 8 10 103 8.58
34 MINION "Pantera" 8 - 9 - 9 9 9 8 - 8 - 8 68 8.50
35 NOCTIFERIA "Per Aspera" 6 11 8 5 10 7 12 11 6 9 9 7 101 8.42
36 MINAS MORGUL "Schwertzeit" 10 8 7 6 9 11 11 - 10 8 6 4 90 8.18
37 ARKHON INFAUSTUS "Filth Catalyst" 10 9 8 5 13 6 13 8 8 8 4 5 97 8.08
38 DOZER "Call It Cosnspiray" 7 9 8 8 12 6 8 10 4 8 7 9 96 8.00
39 FALLING CYCLE "The Conflict" 8 7 8 11 8 8 9 7 7 6 9 6 94 7.83
40 I.MYNIGWAL. "E´er" 11 11 7 1 11 4 4 10 7 8 8 12 94 7.83
41 IMPERIOUS MALEVOLENCE "Hatecrowded" 7 9 - 6 6 9 9 6 8 10 - 7 77 7.70
42 DARK INVERSION "The Land Of The Dead Warriors" 7 7 6 7 10 8 14 5 9 7 6 5 91 7.58
43 COMA STAR "Headroom Of Conscience" 7 8 10 2 13 6 7 9 4 8 7 7 88 7.33
44 TYRANT EYES "The Darkest Hour" 5 6 8 7 4 8 12 7 4 9 5 7 82 6.83
45 DARK GAMBALLE "Merizo Nanen" 9 9 10 2 8 5 6 9 3 9 6 4 80 6.67
46 INFERNAL BLASPHEMY "Virus Christ" 6 8 4 7 9 7 12 3 7 6 4 6 79 6.58
47 REPTILIAN "Thunderblaze" 3 7 7 3 6 6 13 7 6 8 5 8 79 6.58
48 OPUS ATLANTICA "Opus Atlantica" 4 7 7 9 6 7 12 4 3 4 6 5 74 6.17
49 HROSSHARSGRANI "Schattenkrieger" 7 4 6 7 5 - 11 2 5 8 3 4 62 5.64
50 REVENGE "Triumph.Genocide.Antichrist" 4 7 1 8 3 5 5 3 4 4 1 9 54 4.50

 

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Soundcheck #036

Wednesday, 08 May 2013 07:43
Band/Titel PK CW SB OB DI BTJ CK SM DG MH MAW AK + ø
1 NAPALM DEATH "The Code Is Red...Long Live The Code" 13 10 10 13 12 12 13 11 10 14 15 10 143 11.92
2 STRAPPING YOUNG LAD "Alien" 10 11 12 12 12 9 12 11 8 10 9 11 127 10.58
3 ABORTED "The Archaic Abattoir" 11 9 7 9 12 13 10 11 8 13 12 11 126 10.50
4 MAZE OF TORMENT "Hammers Of Mayhem" 10 11 7 12 12 12 9 11 8 11 12 9 124 10.33
5 DIVINE EMPIRE "Method Of Execution" 10 10 10 12 8 10 11 9 9 12 12 11 124 10.33
6 KAAMOS "Lucifer Rising" 10 8 9 13 11 12 10 12 7 11 12 8 123 10.25
7 DEFLESHED "Reclaim The Beast" 10 13 8 8 9 10 10 10 9 11 15 9 122 10.17
8 LAY DOWN ROTTEN "Cold Constructed" 10 8 9 10 13 13 8 11 9 11 11 7 120 10.00
9 THE BEREAVED "Darkened Silhouette" 8 12 8 9 12 10 8 10 9 9 12 10 117 9.75
10 MORS PRINCIPUM EST "The Unborn" 10 8 8 11 13 11 10 10 8 7 11 9 116 9.67
11 CRYPTIC WINTERMOON "Of Shadows...And The Dark Things You Fear" 9 7 10 10 9 9 10 10 11 11 11 8 115 9.58
12 CATAMENIA "Winternight Tragedies" 9 8 10 11 11 9 10 10 10 7 11 8 114 9.50
13 MOURNING BELOVETH "A Murderous Circus" 9 10 9 9 9 10 11 13 9 6 12 7 114 9.50
14 REPENT "Disciple Of Decline" 7 12 8 8 12 11 9 9 8 11 12 7 114 9.50
15 OVERKILL "Relix IV" 10 10 9 12 12 6 7 8 11 10 11 7 113 9.42
16 THE MONOLITH DEATH CULT "The White Crematorium" 10 11 9 12 8 11 10 10 9 5 11 7 113 9.42
17 END OF DAYS "Dedicated To The Extreme" 9 10 9 11 9 9 9 10 9 8 10 9 112 9.33
18 DESECRATION "Process Of Decay" 7 8 8 11 9 8 9 10 10 13 10 8 111 9.25
19 PRO-PAIN "Prophets Of Doom" 8 8 9 11 15 7 11 10 7 8 8 8 110 9.17
20 SIX FEET UNDER "13" 11 7 8 12 11 8 11 7 10 7 10 8 110 9.17
21 CROWBAR "Lifesblood For The Downtrodden" 9 9 9 7 8 7 11 10 9 8 14 9 110 9.17
22 ALTERED AEON "Dispiritism" 9 8 8 7 12 7 12 9 8 9 13 7 109 9.08
23 NEAREA "The Rising Tide Of Oblivion" 9 8 9 10 11 5 11 10 8 6 9 12 108 9.00
24 ANGST "In Hoc Signo Vinces" 9 9 6 8 12 8 10 10 9 11 7 9 108 9.00
25 CRIMSON MOONLIGHT "Veil Of Remembrance" 6 8 9 11 10 8 10 9 9 7 11 9 107 8.92
26 BARATHRUM "Anno Aspera - 2003 Years After Bastard´s Birth" 10 11 6 7 10 8 7 9 12 10 11 5 106 8.83
27 KLABAUTAMANN "Der Ort" 9 6 8 10 12 10 11 11 6 10 7 6 106 8.83
28 RAPTURE "Silent Stage" 7 8 12 10 8 11 9 9 7 8 10 7 106 8.83
29 SINCE THE DAY "El Mensajero No Es Importante" 9 8 9 8 10 8 9 9 8 9 9 9 105 8.75
30 INSIGNIUM "In Die Abgründe" 9 9 7 9 13 8 9 11 8 7 9 6 105 8.75
31 BORN FROM PAIN "In Love With The End" 10 8 9 9 8 7 9 9 8 9 9 9 104 8.67
32 DESPISED ICON "The Healing Process" 10 8 8 8 8 5 9 10 8 9 8 13 104 8.67
33 ETERNAL OATH "Wither" 8 8 9 11 8 10 9 9 8 8 9 7 104 8.67
34 ARISE "The Beautiful New World" 7 9 9 10 9 7 10 10 8 9 8 8 104 8.67
35 NOMANNS LAND "Hammerfrost" 8 9 7 7 13 11 9 10 9 6 5 9 103 8.58
36 HELL WITHIN "Asylum Of The Human Predator" 7 6 9 11 10 9 8 9 6 9 10 - 94 8.55
37 JACK FROST "Wannadie Songs" 10 10 12 5 11 7 11 7 8 8 6 7 102 8.50
38 DO OR DIE "Tradition" 9 9 9 9 11 4 9 9 7 9 6 10 101 8.42
39 DAEMONLORD "Of War And Hate" 8 8 4 6 11 6 9 10 13 10 9 7 101 8.42
40 THE RED DEATH "External Frames Of Reference" 9 7 8 10 10 7 8 9 7 7 7 11 100 8.33
41 TORMENT "Tormentation" 9 11 4 9 11 5 4 9 12 9 10 6 99 8.25
42 VARATHRON "Crosreign" 8 8 6 7 13 13 10 8 6 6 7 7 99 8.25
43 ZUUL FX "By The Cross" 9 8 8 8 10 6 9 10 7 8 5 10 98 8.17
44 PAINMUSEUM "Metal For Life" 8 9 7 9 12 8 7 8 6 8 7 8 97 8.08
45 FJOERGYN "Ernte Im Herbst" 9 8 8 - 12 9 9 5 6 6 8 8 88 8.00
46 EPICA "Consign To Oblivion" 8 9 10 14 12 8 6 4 7 8 3 7 96 8.00
47 CRUCIFIED BARBARA "In Distortion We Trust" 7 9 9 8 14 4 6 7 4 5 11 10 94 7.83
48 TO/DIE/FOR "IV" 8 7 9 7 12 7 7 7 7 10 6 7 94 7.83
49 TUNES OF DAWN "How Is This Going To End" 8 10 11 7 12 9 7 5 9 7 3 6 94 7.83
50 INEXIST "Am I Senseless?" 7 8 10 6 13 6 5 9 7 9 8 6 94 7.83
51 DEMONLORD "Helltrust" 7 8 7 9 8 7 6 7 7 11 10 6 93 7.75
52 LORDS OF DECADENCE "Cognitive Note Of Discord" 6 8 9 7 8 - 7 11 6 7 8 7 84 7.64
53 FAR BEYOND "An Angel´s Requiem" 6 9 8 7 8 8 6 7 7 9 10 6 91 7.58
54 KRYOBURN "Enigmatic Existence" 7 7 9 7 7 5 9 8 6 8 8 9 90 7.50
55 SUNTERRA "Graceful Tunes" 7 7 8 9 13 4 6 8 5 8 8 7 90 7.50
56 GOAT OF MENDES "A Book Of Shadows" 8 7 3 6 12 10 7 5 9 9 7 6 89 7.42
57 MANDRAKE "The Balance Of Blue" 6 4 8 12 12 6 7 7 2 8 7 8 87 7.25
58 SLAGMARK "Eradication" 7 8 7 4 7 8 4 8 9 8 9 7 86 7.17
59 DAS SCHEIT "Superbitch" 7 3 11 9 12 5 6 6 6 9 4 7 85 7.08
60 FR8 "In Cold Blood" 6 6 9 9 12 4 6 9 5 9 4 6 85 7.08
61 RIVIVER "Riviver" 6 7 5 9 8 6 6 8 7 7 9 7 85 7.08
62 MIRDAOR "The Azrael Tales" 5 8 8 4 12 6 8 6 7 7 7 7 85 7.08
63 EL CACO "The Search" 7 8 9 2 10 5 5 11 4 4 11 8 84 7.00
64 THY NEMESIS "Christcrushing Anthems" 7 7 6 7 13 2 4 9 7 8 5 8 83 6.92
65 PLASTIC EARTH "S.E.A.M.-01" 8 7 9 7 12 5 6 7 4 3 8 6 82 6.83
66 DREMTALE "Difference" 4 7 8 4 13 7 4 7 6 7 8 7 82 6.83
67 SPACE ODYSSEY "The Astral Episode" 6 11 6 7 13 6 6 4 2 5 9 7 82 6.83
68 MEVADIO "Hands Down" 7 8 8 3 10 4 8 5 5 5 5 11 79 6.58
69 GERGOVIA "Déclaration De Guerre" 10 8 4 1 6 5 5 10 12 9 5 3 78 6.50
70 FOLKEARTH "A Nordic Poem" 8 8 4 5 6 5 6 6 10 7 4 9 78 6.50
71 DEMIURG "Bastinado" 5 7 8 0 11 5 6 10 6 6 7 5 76 6.33
72 DOL AMMAD "Star Tales" 5 9 8 4 11 4 7 3 6 5 5 8 75 6.25
73 FUBAR "Justification Of Criminal Behaviour" 9 7 3 6 9 4 3 9 2 11 6 5 74 6.17
74 BLACK WITCHERY "Upheavel Of Stanic Might" 8 12 1 7 8 6 2 4 8 10 4 3 73 6.08
75 LAST DAYS OF HUMANITY "In Advanced Haemorrhaging Conditions" 9 1 1 13 11 2 1 11 1 15 1 6 72 6.00
76 MORTAL LOVE "I Have Lost" 5 5 8 7 10 4 9 6 3 6 2 6 71 5.92
77 KILT "The Art Of Selfdestruction" 7 6 8 7 10 3 6 5 4 7 3 4 70 5.83
78 TAUNUSHEIM "Nebelkämpfe" 8 4 7 5 9 5 3 6 3 7 7 6 70 5.83
79 MERLONS LICHTER "Lust" 5 6 10 3 8 3 8 8 1 7 8 3 70 5.83
80 MYSTICAL GATE "In Sadness Gloom" 4 6 6 7 10 5 6 5 4 7 5 5 70 5.83
81 SHAMBLESS "Apkas Itulia" 4 7 3 2 6 3 10 8 5 8 3 5 64 5.33
82 FRUIT TREE "Sun Set" 3 8 6 7 8 5 3 4 1 7 8 4 64 5.33
83 CROSSBOW "Break The Ice" 5 6 6 2 - 3 6 2 2 8 6 5 51 4.64
84 ARDITI "Spirit Of Sacrifice" 3 3 9 7 3 3 8 - 3 8 1 1 49 4.45
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